Strom aus dem Boden: Platio entwickelt Pflastersteine mit Solarkollektoren

Immer häufiger sieht man Solarkollektoren an den Dächern von Einfamilienhäusern oder auf Äckern am Rande der Autobahn. Warum aber eigentlich nur dort? Die Sonne scheint schließlich überall.

Das fragten sich auch die drei Gründer von Platio, einem ungarischen Unternehmen, das auf die Entwicklung nachhaltiger Baumaterialien spezialisiert ist. Ihre Antwort nach mehreren Jahren Forschung: das Platio Solar Pavement – Pflastersteine, die Solarstrom erzeugen. Um das Ganze gleich doppelt grün zu machen, sind die Solarzellen auf einem Fundament aus zu 90 Prozent recyceltem Kunststoff befestigt.

So sieht ein Modul des Solar-Pavement-Systems von Platio aus.

Klingt kompliziert, ist aber äußerst praktikabel. Die Module werden fast wie normale Pflastersteine verlegt, haben eine Anti-Rutsch-Beschichtung und können sogar befahren werden. Außerdem soll die Wartung einfacher sein als bei herkömmlichen Solarkollektoren auf Dächern.

Solarplatten vor der Garageneinfahrt – nur eines der Anwendungsszenarien

Die Anwendungsszenarien des Platio Solar Pavement reichen von Privathaushalten, die ihren Swimmingpool mit Solarstrom heizen wollen, über Unternehmen, die ihre Parkplatzeinfahrt damit pflastern, um Ladesäulen für Elektrofahrzeuge zu betreiben, bis hin zu Städten, die Anzeigetafeln oder Straßenlaternen in Fußgängerzonen mit grünem Strom speisen möchten. Stichwort Smart City.

Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Energiewende, und wieder mal eine Idee, wo man sich fragt: Warum ist da nicht schon früher jemand draufgekommen?


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