Simulation „Susan“ zeigt, wie man nach 25 Jahren Homeoffice aussieht

Der Start in den Arbeitstag im Homeoffice kann so gechillt sein. Vom Bett direkt im Schlafanzug an den Schreibtisch, kurz ein paar Mails checken, dann auf dem Drehstuhl in die Küche zur Kaffeemaschine rollen. Minimales Commuting von A nach B also.

Was man bei all der Homeoffice-Romantik allerdings gerne ausklammert: Die Möbel sind meist nicht für langes Sitzen geeignet und eine ergonomische Katastrophe. Man hängt schief und krumm vor dem Laptop und ein Bewegungsradius ist quasi nicht existent.

Weil viele im Homeoffice dazu tendieren, mehr zu arbeiten, geraten kurze Dehnübungen, aufstehen und gerade richten, erst recht in den Hintergrund.

Menschen der Zukunft?

Dass das nicht gesund für den Körper ist, steht außer Frage. Wie schlimm die Auswirkungen jedoch sein können, wenn man das Spiel 25 Jahre so treibt, zeigt die Simulation „Susan“, die von klinischen Psycholog*innen und Fitnessexpert*innen im Auftrag der Jobbörse Directly Apply konstruiert wurde. So möchte man nicht aussehen.

©Screenshot/Directly Apply

Die Folgen von jahrelangem remote arbeiten: Übergewicht, rot unterlaufene Augen und ein Rundrücken. Zu wenig Vitamin D soll zu Haarausfall und fahler Haut führen. Das Fehlen menschlicher Kontakte kurbelt das Stresshormon Kortisol aus, das widerrum den Blutdruck steigen lässt, während die fehlende Work-Life-Balance zu vermehrt Adrenalin führt. Beides wirkt sich negativ auf die psychische Gesundheit aus.

©Screenshot/Directly Apply

Allerdings muss dazu gesagt werden, dass dies körperliche und mentale Folgen sind, die nicht nur ausschließlich auf das Homeoffice zurückzuführen sind. Letztes Jahr haben britische Forschende der Welt „Emma“ präsentiert, die der Gesellschaft den Spiegel vorhalten sollte, was 20 Jahre Büroarbeit mit dem Körper anrichten.

Ein weiteres Beispiel: „Emma“

Die Ergebnisse sind jenen zu Susan sehr ähnlich. Unter einem Buckel und rot unterlaufenen Augen leiden beide. Allerdings sieht „Emma“ nicht ganz so verwahrlost aus wie „Susan“.

Aber keine Panik. Natürlich sieht man nicht zwangsläufig nach 25 Jahren Homeoffice so aus. Es kommt immer auch auf das eigene Verhalten an. Also Rücken gerade, raus aus den Schlabber-Klamotten, hier und da ein paar Sportübungen in den Alltag einbauen und soziale Kontakte pflegen, so gut es momentan möglich ist.


Business Punk Redaktion

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