Kleiner Lebensretter: Ratte Magawa erhält Tapferkeitsorden für das Aufspüren von Landminen

Ratten stehen in Erzählungen meist für Dreck, Elend und Krankheiten. Unter Kriminellen werden Verräter*innen auch als Ratte bezeichnet. Dabei hat der Nager sein schlechtes Image gar nicht verdient, denn er kann Leben retten: In Kambodscha werden Riesenhamsterratten zum Aufspüren von Landminen genutzt.

Die Ratte Magawa stellte sich dabei so außerordentlich geschickt an, dass die Tierorganisation PDSA ihr den Tapferkeitsorden – das tierische Pendant zum Georgs Kreuz in Großbritannien – verliehen hat. Das Georgs Kreuz ist die höchste zivile Auszeichnung für Tapferkeit im Vereinigten Königreich. Bisher hat PDSA den tierischen Tapferkeitsorden nur an Hunde verliehen. 

In seiner Karriere spürte der Nager bereits 38 Landminen und 28 nicht explodierte Sprengkörper auf und hat so eine Fläche von über 141.000 Quadratmeter – etwa zwanzig Fußballfelder – von Sprengsätzen befreit. Kambodscha hat bis heute mit den Folgen früherer innerer Konflikte zu kämpfen.

Die belgische gemeinnützige Organisation Apopo trainieren die Ratten in Tansania, um die großen Minenflächen Kambodschas wieder sicher für die Einwohner*innen zu machen. Durch ihr geringes Gewicht lösen die Ratten selbst keine Minen aus und sind deshalb bestens für die Suche geeignet. „Ratten sind schnell und können ein Gebiet von 200 Quadratmetern in einer halben Stunde absuchen. Mit einer manuellen Minenräumung würde das vier Tage dauern“, erklärt Christoph Cox, der Chef von Apopo.


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