Green & Sustainability Sozial und nachhaltig: Startup aus Norwegen will in Afrika Häuser aus Plastikmüll bauen

Sozial und nachhaltig: Startup aus Norwegen will in Afrika Häuser aus Plastikmüll bauen

Unser Planet wird weiterhin jedes Jahr mit Tonnen an Plastikmüll zugeschüttet. Deutschland produziert pro Jahr 39 Kilogramm pro Kopf und liegt damit über dem europäischen Schnitt. Dabei liegt die tatsächliche Recyclingquote gerade einmal bei 17 Prozent.

Das Startup Othalo aus Norwegen will jetzt etwas gegen die Mengen an Plastikmüll und gleichzeitig auch gegen die Wohnungsnot in afrikanischen Ländern unternehmen. Derzeit werden südlich der Sahara über 160 Millionen Unterkünfte für die Einwohner*innen benötigt. Das nennt man dann wohl zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen.

Zwischen 1990 und 2017 importierte Afrika außerdem über 230 Tonnen Plastikmüll aus aller Welt, der für das Projekt genutzt werden könnte.

Gemeinsam mit dem UN-Programm für Behausungen und nachhaltige Städteentwicklung will das Startup insgesamt eine Milliarde kostengünstige Behausungen aus Plastikmüll produzieren.

Schon nächstes Jahr will Othalo mit dem Projekt starten und eine erste Projektstadt in Nairobi, Kenia aufbauen. Es sollen weitere Städte in Kamerun und Senegal folgen.

Für die Produktion wird der Plastikmüll zerkleinert und mit feuerfestem Material vermischt. Die Häuser sollen bis zu vier Stockwerke hoch werden und einen Grundriss von 60 Quadratmetern besitzen. Für ein Haus in dieser Größe werden acht Tonnen Plastik recyclet. Eine Produktionsstätte soll dabei 2.800 Häuser pro Jahr produzieren können.

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