Innovation & Future Diese EU-Initiative könnte tausenden Gig-Worker:innen Mindestlohn und Urlaub bringen

Diese EU-Initiative könnte tausenden Gig-Worker:innen Mindestlohn und Urlaub bringen

Die Plattform-Ökonomie kurz zusammengefasst: Arbeit organisieren, ohne klassische Anstellungsverhältnisse. Die großen Plattformen sehen sich als bloße Vermittler:innen von Aufträgen.

Das spart ihnen einen Menge Geld für die Sozialversicherung der Mitarbeitenden. Die müssen sich um alles selbst kümmern. Sie sind aus Sicht der Plattformen eigenständige Unternehmer:innen, ohne dass sie sich das aussuchen können.

Die EU-Kommission möchte das jetzt ändern. Eine neue Richtlinie soll in Zukunft helfen, falsche Selbstständigkeit zu erkennen. Dann müssen sich die Plattformen so verhalten, wie es auch von anderen Arbeitgebern verlangt wird.

Von den etwa 28 Millionen-Plattform-Arbeiter:innen in der EU dürften circa 5,5 Millionen von der Reform profitieren können, schätzt die Kommission.

Die festen Richtlinien sollen auch den Plattformen mehr Planungssicherheit geben. Auch beim Einsatz von Management-Algorithmen wird die Kommission genauer hinschauen. Wenn ein Algorithmus über Arbeiter:innen entscheidet, dann muss ein Mensch diese Entscheidung auf ihre Rechtmäßigkeit prüfen und es muss ein Einspruchsrecht geben.

Das gelte dann auch für „echte Selbstständige“, die auch nach den neuen Kriterien in diese Kategorie gehören. Die sogenannte Scheinselbstständigkeit ist auch in traditionellen Wirtschaftszweigen nicht selten.

Ein typisches Merkmal für Scheinselbstständige ist übrigens eine von der Firma vorgeschriebene Berufskleidung. Fun Fact: Damit gilt das auch für Table-Dancer:innen.

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