Life & Style Fynn Kliemann: „Ich stehe seit Tag eins auf Kriegsfuß mit der Musikszene“

Fynn Kliemann: „Ich stehe seit Tag eins auf Kriegsfuß mit der Musikszene“

Fynn Kliemann ist Heimwerker, Chef einer Textilfirma, Mediengestalter, Künstler, Musiker… Die Liste könnte wahrscheinlich noch eine Weile so weitergeführt werden, doch die Aussage sollte klar sein: Fynn macht einfach das, worauf er Bock hat, völlig losgelöst von Labels und Genres. In den letzten Jahren veröffentlichte Fynn Kliemann dann auch noch seine beiden Alben „Nie“ und „Pop“.

Im Dezember 2021 erschien seine dritte Platte „Nur“. Und mit Platte ist hier tatsächlich eine Vinylplatte gemeint. Darauf finden sich Interpretationen einiger Songs der beiden vorherigen Alben. Auf der einen Seite der Platte gibt es sechs Remixe auf’s Ohr und die zweite Seite beinhaltet sechs Pianocover. Seine neue Veröffentlichung gibt es nur im Onlineshop als Schallplatte oder auf allen gängigen Plattformen zum Streamen.

Wir haben mit Fynn Kliemann über sein Musiker-Dasein und die Arbeit an dem Longplayer gesprochen.

Wenn Leute dich fragen, was du beruflich machst, was antwortest du denen?

In Deutschland ist man eigentlich immer das, was man gelernt hat. Ich bin Mediengestalter, das sage ich dann auch immer. Alles andere ist total kompliziert zu erklären und dauert ewig.

Wie schaffst du es, neben all den anderen Projekten immer wieder an neuer Musik zu arbeiten?

Der große Vorteil bei der Platte war ja, dass zumindest die eine Hälfte von anderen Leute produziert wurde, weil das Remixe sind. Da habe ich nur Feedback gegeben. Ich bin auch einfach ein schlechter Pianist. In meinem Kopf weiß ich zwar wie die Klavier-Interpretation klingen soll, versuche dann aber 15 Minuten die richtigen Tasten zu treffen.

Umgesetzt haben die Klavierversionen die drei Pianisten Philipp Klinger, Niklas Strauß und Philipp Schwär, worüber ich mega glücklich bin. Ich war also eher der Dirigent des Projekts und musste zum Beispiel keine Texte schreiben, das ist ja die Hauptarbeit.

Die Idee einer Remix- und Pianoversion-Platte war dennoch eine bewusste Entscheidung und ist nicht aus Zeitdruck entstanden?

Das wäre die schlimmste Vorstellung aller Zeiten, zu sagen: „Ich will eine Platte machen, aber ich habe keine Zeit. Ich mach jetzt irgendwas, was einfacher ist“. Ich dachte einfach, man müsste die letzten zwei Platten endlich abschließen. Ich finde es super spannend zu hören, was jemand anderes aus meiner Musik macht. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, aber nicht aus Zeitgründen.

Alle deine musikalischen Veröffentlichungen tragen einen Titel mit drei Buchstaben. Gibt es dafür einen Grund?

Das ist ein von langer Hand geplanter, aber noch ein paar Jahre andauernder Prozess, der sich erschließen wird, wenn es irgendwann abgeschlossen ist. 

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