Life & Style Zehn Bücher, mit denen du den Pride-Month zelebrieren kannst

Zehn Bücher, mit denen du den Pride-Month zelebrieren kannst

Der Juni ist Pride-Month, also der Monat, in dem verschiedene sexuelle Orientierungen und Identitäten gefeiert werden. Das impliziert schon das Wort „Pride“, also „Stolz“, da Queerness nichts sein sollte, für das sich Betroffene schämen müssen. Queere Menschen, die sich gegen Vorurteile und Stigmatisierung zur Wehr setzen, bekommen die Aufmerksamkeit, die sie alle 365 Tage im Jahr verdienen.

Wieso der Juni im Zeichen des Prides steht

Am 28. Juni 1969 begannen die sogenannten Stonewall-Unruhen in New York in der Christopher Street. Zu diesem Zeitpunkt galt Homosexualität noch als Straftat. Das Stonewall Inn, eine Bar die sich in den 1960er zu einer gaybar entwickelte, war ein Ort, an dem sich Mitglieder der LGBTQIA+-Communnity trafen.

Die Bar stand unter ständiger Polizeibeobachtung und war oft Schauplatz für Razzien und queerfeindliche Gewalt. Am 28. Juni kippte die Stimmung und die Besucher:innen wehrten sich gegen die Diskriminierung der Polizei. Die folgenden Demonstrationen legten den Grundstein für das, was wir heute als Christopher-Street-Day kennen.

Wer war Teil dieser Ausschreitungen?

Übrigens ist eine Sache hier wichtig zu vermerken: Unter den Gäst:innen des Stonewall Inns waren nicht nur schwule Männer. Drag Queens und Kings, Lesben, trans Menschen, Schwarze und Latinos waren Teil der Aufstände und kämpften für ihre Rechte. Wenn wir den Pride-Moth feiern, sind diese Lebensrealitäten also zentral.

Diese Bücher laden zum Zuhören ein

Wer sich das erste Mal mit der LGBTQIA+-Community auseinandersetzt, kann schnell überfordert sein. Und das ist okay, denn das Thema ist komplex und kann auch schnell sehr persönlich werden. Doch es gibt einige Autor:innen, die bereit sind, über ihre Lebensrealität zu erzählen. Wir haben ältere und neuere Bücher zu dem Themenkomplex für euch zusammengestellt:

1 / 10
„Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau: über trans Sein und mein Leben“ von Phenix Kühnert
Phenix Kühnert schreibt über das Leben als trans Frau. Sie teilt ihre Erlebnisse und dekonstruiert gesellschaftliche Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit. Ihre Kindheit auf dem Dorf, ihre erste Hormoneinnahme und weitere Erfahrungen werden in ihrem Buch thematisiert. Ein Buch, das komplexe Zusammenhänge vereinfacht, sensibilisiert und für Rechte von trans Menschen und nicht-binären Personen kämpft.
Media Source: emf-verlag
2 / 10
„Ein anderes Land“ von James Baldwin
Ein Klassiker der queeren Literatur von James Baldwin. Der Roman zeigt die Facetten von Liebe und Hass, thematisiert die tiefen Verletzungen des Rassismus und Konzepte von Männlichkeit in Harlem, New York.
Media Source: dtv
3 / 10
„Testo Junkie“ von Paul B. Preciado
Der spanische Philosoph Paul. B. Perciado wagt einen Selbstversuch mit Testosteron und veröffentlicht seine Gedanken zu den Themen Geschlechteridentität. Der trans Mann befasst sich auch mit der Pharmaindustrie und den Herausforderungen einer Transition in der heutigen Gesellschaft. Ein komplexeres Buch, dass zur Philosophie über Identität einlädt.
Media Source: b-books
4 / 10
„“Mama, ich bin schwul“: Was mein Coming-out für uns bedeutete – Ein Buch über das Anderssein“ von Anna Simonetti und Riccardo Simonetti
Riccardo Simonetti und seine Mutter Anna teilen intime Gedanken zum Thema Outing. Denn mit dem Outing eines Familienmitgliedes können einige Herausforderungen in den Fokus rücken. Auch Riccardos Mutter, die aus einem streng katholischen Elternhaus kommt, musste erst einige Hürden überwinden. In diesem Buch erzählen Mutter und Sohn von ihrem Umgang miteinander und wie sie es geschafft haben, heute eine so ausgeglichene Beziehung zu führen.
Media Source: Goldmann
5 / 10
„Queer as f*ck. Selbstbestimmung, Sex und Sichtbarkeit – und warum ihr nicht so tolerant seid wie ihr denkt“ von Jochen Schropp
Jochen Schropps öffentliches Outing 2018 hat neue Diskurse angestoßen. Der Schauspieler und Moderator befasst sich in „Queer As F*ck“ mit grundsätzlichen Fragen wie „Muss man sich überhaupt noch outen?“. Diplom-Psychologin Miriam Junge unterstützt ihn. Gemeinsam eröffnen sie Diskussionen zu den Themen Outing, Identität und Co.
6 / 10
„Manifesto. Warum ich niemals aufgebe“ von Bernardine Evaristo
Die Schriftstellerin Bernardine Evaristo teilt intime Gedanken über ihren eigenen Erfolg und ihr Lesbisch-Sein. Sie teilt in ihrem Buch, wie sie sich vorherrschenden Stigmata entgegenstellt und erfolgreich gegen verschiedene Widerstände als Schwarze Frau ankämpft.
Media Source: Klett-Cotta
7 / 10
„The Stories of Our Lives“ von The Nest Collective
In Kenya herrschen weiterhin scharfe Restriktionen gegen queere Menschen. Dieses Buch präsentiert verschiedene Geschichten von Mitgliedern der LGBTQIA+-Community und deren Gedanken und Herausforderungen. Ein Buch, das fernab einer europäischen Idee von Queerness, Raum für Diskussion schafft. Das Buch zeigt auch auf, wie herausfordernd das Leben für Menschen sein kann, deren sexuelle Orientierung in der Gesellschaft wenig akzeptiert wird.
Media Source: The Nest Collective
8 / 10
„Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel
„Die Mitte Welt“ ist zwar keine Neuheit auf dem Büchermarkt, aber ein sehr lesenswerter Roman. Er handelt von Phil und seiner Zwillingsschwester Dianne, ihrer Mutter Glass, die einen Liebhaber nach dem anderen hat, und von Phils Mitschüler Nicholas, in den er sich verliebt. Das Schöne an dem Roman: Die homosexuelle Liebe wird nicht als ungewöhnlich dargestellt. Es gibt keinen großen Coming-Out-Moment. Sie ist einfach was sie ist: Liebe. Alle Protagonist:innen sind komplex, hadern auf ihre Weise mit dem Leben, wie es Teenager:innen und wie es Erwachsene nun mal eben tun. Der Anfang des Buches ist etwas langwierig, aber nicht langweilig. Sollte man gelesen haben.
Media Source: Carlsen Verlag
9 / 10
„Queer Heroes“ von Arabelle Sicardi
„Queer Hero“ zählt als einziges Buch dieser Liste zu den Jugendromanen. Ingesamt 53 Menschen aus der Geschichte und Popkultur werden vorgestellt. Ihr Outing und wie dieses ihre Leben und die vieler Menschen beeinflusst hat, sind ebenso Thema wie die Herausforderungen. Zusätzlich gibt es zahlreiche Illustrationen und ein Glossar zum Nachschlagen. Es geht unter anderem um Sängerin Sia, David Bowie, Virginia Woolf oder auch Tschaikowsky.
Media Source: Wide Eyed Books
10 / 10
„Die pinke Linie“ von Mark Gevisser
Dieses Buch ist ein echtes Riesenwerk und weniger die Lektüre für Zwischendurch. Autor Mark Gevisser hat eine Langzeitstudie mit verschiedenen Menschen rum um die Welt durchgeführt. Es ist ein Mix aus Auslandsreportage, Reisebericht und Essay und dem Kontakt zu verschiedenen Queeren Menschen rund um die Welt. „Die pinke Linie“ markiert in seinem Verständnis eine Konfliktlinie, die Diskurse rund rum Geschlechteridentitäten trennt. Ein spannendes Werk, das die Herausforderungen verschiedener Menschen aufzeigt.
Media Source: Suhrkamp

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