Life & Style Wenn Glücksmomente von Trauer überschattet werden – das „Perfect Moment Syndrome“ erkennen

Wenn Glücksmomente von Trauer überschattet werden – das „Perfect Moment Syndrome“ erkennen

Man hat alles bis ins kleinste Detail geplant – sei es ein Ausflug, ein Treffen oder eine Feier. Doch in dem entscheidenden Moment fühlt man sich nicht glücklich, sondern eher bedrückt und traurig? Dahinter verbirgt sich möglicherweise das „Perfect Moment Syndrome“.

Es gibt diese Momente, in denen eine Kleinigkeit alles zu zerstören scheint, obwohl es eigentlich schön sein sollte. Die Frisur sitzt nicht perfekt, das Gesprächsthema mit dem Partner oder der Partnerin geht in die falsche Richtung, das Wetter spielt nicht mit. Das klingt vielleicht nicht dramatisch, aber jeder kennt sicherlich diese Augenblicke, in denen sich alles negativ anfühlt, als ob der Tag ruiniert wäre. Manche Menschen erleben diese Gefühle sogar, obwohl äußerlich alles in Ordnung ist – sie erwarten quasi, dass etwas Schlimmes passieren wird. Anstatt den Moment zu genießen, werden sie traurig.

Dieses Phänomen ist als „Perfect Moment Syndrome“ bekannt und hat mittlerweile auch die sozialen Medien erreicht. Hier berichten wir darüber, wie man es erkennen kann und was man tun kann, um trotzdem das Beste aus dem Tag herauszuholen.

Warum tritt das „Perfect Moment Syndrome“ auf?

Manchmal läuft nicht alles genau so, wie wir es uns vorgestellt haben – aber eigentlich ist es trotzdem schön. Doch das erkennen wir nicht, weil wir innerlich Trauer empfinden. Wir hatten uns ein perfektes Szenario ausgemalt, und wenn es nicht exakt so eintritt, wie wir es geplant hatten, fühlen wir uns enttäuscht. Oder vielleicht läuft alles perfekt, aber unsere Gedanken sind voller negativer Szenarien, die uns daran hindern, den Moment zu genießen und stattdessen traurig zu machen. Dieses Phänomen wird oft auf Plattformen wie TikTok diskutiert, wo Nutzerinnen und Nutzer ihre Erfahrungen teilen. Der Begriff stammt jedoch ursprünglich von der Bestsellerautorin Sarah Wilson, die damit hohe, oft unrealistische Erwartungshaltungen beschreibt.

Hier sind fünf Anzeichen, die darauf hindeuten könnten, dass man unter dem „Perfect Moment Syndrome“ leidet:

  • Man strebt nach Perfektionismus.
  • Man plant immer alles bis ins kleinste Detail.
  • Man hat Angst vor Veränderungen im Ablauf.
  • Man erwartet, dass andere sich genauso intensiv vorbereiten wie man selbst, und empfindet Absagen als persönlichen Angriff.
  • Man orientiert sich stark an vergleichbaren Ereignissen und versucht, sie nachzuahmen, selbst wenn das praktisch unmöglich ist.

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