Productivity & New Work Was wir von Sebastian Vettels Karrierende für unsere eigene Kündigung lernen können

Was wir von Sebastian Vettels Karrierende für unsere eigene Kündigung lernen können

Sebastian Vettel hat sein Karriereaus als Rennfahrer verkündet. Dafür hat sich der vierfache Formel-1-Weltmeister extra einen Instagram-Account angelegt. In einem Video teilt er seine Gründe mit – und die sind sehr persönlich. Zusammengefasst: Vettel kann seine Werte nicht mehr mit dem Rennsport in Einklang bringen.

Dass er ein Siegertyp ist, zeigt sich auch in der Art und Weise wie Vettel seinen Ausstieg inszeniert. Daher kommen hier drei Learnings als Inspo, falls ihr mal kündigen wollt, die jede:r an seine eigene Situation anpassen kann.

#1 Mach es öffentlich

In Zeiten von Social-Media hat man tatsächlich die Möglichkeit aus seiner Kündigung das Beste rauszuholen, indem man sie zu einem Thema macht und öffentlich darüber spricht. Auf Linkedin, TikTok oder auch Instagram findet sich eine Zielgruppe, die für einen offenen Umgang mit Kündigungen dankbar ist. So kann man Erfahrungen teilen, Input von anderen Menschen bekommen oder andere gar inspirieren.

Wichtig ist es natürlich sachlich zu bleiben, das alte Unternehmen nicht zu bashen, keine Betriebsgeheimnisse zu verraten oder ähnliches. Denn auch künftige Arbeitgeber treiben sich auf den Plattformen rum.

#2 Rücke einen Kündigungsgrund in den Fokus

So kommen wir auch zu unserem nächsten Punkt: Deine Kündigung kommt ehrenvoll rüber, wenn du sie hauptsächlich durch deine persönliche Entwicklung und deine Werte begründest. Vettel hört auf, weil ihm Klima, Umwelt und Familie wichtiger sind als Titel und Siege – und Rennsport ist nicht gerade dafür bekannt, umweltfreundlich zu sein. Natürlich stecken hinter einer Kündigung immer mehrere Gründe, aber wie das Beispiel Vettel zeigt, macht es Sinn, einen Grund, den viele Menschen nachvollziehen oder gar befürworten, in den Vordergrund zu stellen. Kritik äußern kann man natürlich auch, nur sollte man sie gut verstecken, um nicht als Nörgler:in aus der Sache rauszugehen.

Man verlässt das Unternehmen also für eine gute Sache, die muss natürlich nicht immer auch die ganze Gesellschaft betreffen wie bei Vettel, kann aber. Das trifft zum Beispiel dann zu, wenn man die Branche wechselt. Tu uns jedoch bitte bei eurer Kündigung einen Gefallen und verzichte auf die Phrase: „Ich will mich neuen Herausforderungen stellen.“ Du bist nicht Robinson Crusoe.

#3 Hinterlasse einen Claim, make it a campaign

Auch wenn man geht, möchte man dem Team in Erinnerung bleiben. Das geht am besten, indem man einen Claim hinterlässt. Einen Satz, der sehr einprägsam ist. Denn mal ehrlich: Eine ganze emotionale Rede merkt sich kein Mensch. Auch Vettel sagt am Ende von seinem Video: „Es gibt immer ein Rennen zu gewinnen“.

Kurz, prägnant, persönlich: Das sind die Ansprüche, die so ein Satz erfüllen sollte und schon hat die Kündigung den Charakter einer Kampagne. Ihr müsst euch dafür auch nichts neues ausdenken. Vielleicht seit ihr ohnehin schon euren Signature-Spruch. Wer übertreiben will, kann den Satz noch auf ein paar Tassen drucken und sie im Büro als Abschiedsgeschenk hinterlassen.

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