Leadership & Karriere Neue Studie: So viele Menschen gehen krank zur Arbeit

Neue Studie: So viele Menschen gehen krank zur Arbeit

Ist man krank, bleibt man zuhause und arbeitet nicht. Klingt logisch, oder? Sollte man zumindest meinen. Allerdings halten sich viele Menschen nicht daran – kennt ihr sicher entweder von euch selbst oder von jemandem aus eurem Team. Eine neue Studie der Techniker Krankenkasse bestätigt dies jetzt.

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Die Studie entstand in Kooperation mit dem Institut für betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) und dem aQua – Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen. Das IFBG befragte dafür im Mai 2022 1.233 Beschäftigte zu ihrem Verhalten bei Krankheit, wie die TK berichtet.

Übrigens: Zwei Drittel der Befragten arbeiten mindestens einen Tag pro Woche im Homeoffice, ein Drittel arbeitet nie im Homeoffice.

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Mehr als ein Viertel der Erwerbstätigen geht häufig oder sogar sehr häufig krank zu arbeit. Nur 17 Prozent geben an, bei Krankheit immer zuhause zu bleiben.

Homeoffice verstärkt das Problem

Die Studie macht auch klar: Bestimmte Personengruppen sind besonders betroffen. Frauen mehr als Männer, jüngere mehr als ältere Menschen und Führungskräfte mehr als Mitarbeitende ohne Personalverantwortung.

Außerdem verstärkt die Arbeit im Homeoffice das Problem: 46 Prozent geben an, dass es im Homeoffice häufiger vorkommt, dass sie arbeiten, obwohl sie sich krank fühlen. 12 Prozent arbeiten sogar, auch wenn sie krankgeschrieben sind. 30 Prozent greifen oft zu Medikamenten – und arbeiten damit weiter.

„Wer sich […] zum Beispiel mit einer leichten Erkältung fit fühlt, kann natürlich – gerade im Homeoffice – noch im Einsatz sein. Wenn man aber wirklich krank ist, muss man sich auskurieren“, sagt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK in der Pressemitteilung.

Warum das so ist? Die Gründe sind unterschiedlich. Man will den Kolleg:innen unter anderem nicht zur Last fallen, man hat dringende Termine oder es gibt keine Vertretung.

Die Aufklärung liegt laut Studien-Ergebnissen vor allem bei den Führungskräften. Viele Beschäftige wünschen sich mehr offene Kommunikation darüber.

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