Female Entrepreneurship Ungleichheit in der Investment-Welt: Nur jeder 7. Business Angel ist weiblich

Ungleichheit in der Investment-Welt: Nur jeder 7. Business Angel ist weiblich

Diversität: Frauen fördern Frauen

Auch diese Befragung zeigt, dass Frauen andere Frauen fördern. So investierten 30 Prozent der Befragten in rein weibliche Teams, fast die Hälfte in gemischte Teams und lediglich 20,7 Prozent in rein männliche Teams. Andere Frauen zu stärken und für Chancengleichheit zu sorgen, war für fast 60 Prozent der Befragten der Grund für ihr Investment in ein rein weibliches Team – wobei drei von zehn Befragten angeben, das Geschlecht habe beim Investment überhaupt keine Rolle gespielt.

Allgemein ist für viele der Befragten die Chancengleichheit ein großes Thema. Circa 70 Prozent der Frauen geben an, dass sie in Startups investieren, um Gründerinnen zu unterstützen. Außerdem nennen die Teilnehmerinnen als Gründe für die Investitionen ihren Impact und die Förderung von Innovationen.

Mehr Sichtbarkeit, wenige Veränderungen

Die Studie zeigt: Auch bei den Startup-Investments ist noch viel Luft nach oben bis hin zur Chancengleichheit, sowohl bei den Gründerinnen als auch bei den Investorinnen. 40 Prozent der Befragten wünschen sich eine frühe Aufklärung und mehr Sichtbarkeit für das Thema, um mehr weibliche Business Angels zu mobilisieren. Für viele ist die öffentliche Präsenz zwar da – doch bleibt es meist bei der erhöhten Sichtbarkeit, auf die keine echten Veränderungen folgen.

„Die Wahrnehmung ist gestiegen, dennoch werden Frauen aus meiner Sicht immer noch nicht an ‚den‘ Tisch gelassen, sondern vielmehr müssen sie sich ihren eigenen Tisch schaffen, zu teilweise schlechteren Konditionen”, so beschreibt eine Teilnehmerin der Befragung ihre Wahrnehmung der Situation. In diversen Bereichen sehen die Befragten Nachholbedarf, wenn es um weibliche Gründerinnen und Investorinnen geht: Mentorinnen und Mentoren, staatliche Förderung, Bildung oder auch das entsprechende Startkapital.

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