Life & Style Play-Hard-King verurteilt: 25 Jahre Gefängnis für Sam Bankman-Fried

Play-Hard-King verurteilt: 25 Jahre Gefängnis für Sam Bankman-Fried

Ach du dickes Ei: Pünktlich zu Karfreitag hat das Bezirksgericht in New York Sam Bankman-Fried ans Krypto-Kreuz genagelt. Der FTX-Gründer muss 25 Jahre ins Gefängnis. Und das alles nur, weil er 32 Milliarden Dollar verzockt hat. Hart für den King of Play hard: Er hat in seiner 30 Millionen Dollar Villa auf den Bahamas die krassesten Partys der Welt gefeiert. Die nächste steigt dann wohl erst im Jahr 2049. Keine Sorge: Business Punk verschickt die Einladungen pünktlich… 

Ganz klar, dieser Fall geht in die Geschichte ein als einer der größten Finanz-Skandale ever. US-Behörden sprechen von „Betrug epischen Ausmaßes“. Und nein: Es geht nicht um Wirecard. Es geht um die Krypto-Börse FTX. Und es geht um Verluste, die zehn Mal höher sind als alles, was Wirecard mit seinen Management-Darstellern und Möchtegern-Agent Jan Marsalek angerichtet hat.

Es ist eine Story wie aus einer Netflix-Serie. Hauptdarsteller: Sam Bankman-Fried, 32 Jahre, Superstar aus dem Silicon Valley, Darling der Society und der Politik. Die Eltern: Joseph Bankman und Barbara Fried, beide angesehene Stanford Professoren. 

Sein Name wird Programm: Er heißt ja Bankman und so baut er seine eigene Bank. 2019 gründete er eine Börse für den Handel von Krypto-Währungen. Nur drei Jahre später wird seine Company mit unfassbaren 32 Milliarden Dollar bewertet – höher als die Deutsche Bank. 

SBF, wie er sich nennt, trägt immer nur T-Shirts und Shorts. Ein Nerd mit Wuschelkopf. Er zieht in eine 30 Mio Villa auf den Bahamas, umgibt sich mit Stars wie Tom Brady, Gisele Bündchen, Katy Perry und Bill Clinton. Sogar Herzogin Kate und William kommen. Seine Partys sind die besten auf dem Planeten. Ein Blueprint für alle, die im Play Hard Business was werden wollen.

Sein Playbook: Sam holt Geschäftspartner, Lieblingskollegen und Freunde auf die Karibikinsel. Er kauft Villa nach Villa, am Ende über 20 Anwesen, lässt alle bei sich wohnen. Was ausieht wie Spieleparadies für über 110 Mio Dollar ist eine Sex-und-Party-WG für die Super Rich Kids, die Playboy-Mansion next level. Der legendäre Hugh Hefner hätte seine Freude daran gehabt. Mit dem Unterschied, dass hier keine Playboy-Hasen, sondern Milliarden reinhoppeln.

SBF ist Partygastgeber und Geldautomat gleichzeitig: Wer wollte, konnte sich bei ihm zwischen zwei Cocktails mal schnell einen 100-Millionen-Kredit geben lassen. Als Dienstwagen wurden auch millionen-teure Hypercars akzeptiert. Er hat mehr Autos als die berühmte Motorsportwoche in Monterey, Pebble Beach, Kalifornien.

Sam, der Golden Boy der Krypto-Szene. Superstar der Fintech-Branche. Einer, der über Wasser und Vodka gleichzeitig gehen kann. Als es bei einer Finanzierungsrunde um 200 Mio Dollar geht, sitzt SBF am Verhandlungstisch. Er macht sich gar nicht erst die Mühe zuzuhören, er zockt lieber World Of Warcraft. Die Investoren sind fasziniert von seiner Geringschätzung, sie schwärmen: „Was für ein geiler Typ“. Und überschütten ihn mit ihrem Geld.

Wer nicht bei drei auf der Palme ist, bekommt von SBF einen Werbevertrag. Football-Ikone Tom Brady wird sein FTX-Testimonial. Mercedes lässt sein Formel-1-Team von ihm sponsern. Die Basketballer von Miami Heat benennen ihr Stadion um ihn FTX-Arena. Sam schaltet die teuersten Super Bowl Spots. Money? Who cares?

Plötzlich ist alles weg. Pleite. An nur einem Tag hat Sam Bankman-Fried 96 Prozent seines Vermögens verzockt: 26 Milliarden Dollar. Anleger sind ruiniert. Statt einer Party-Crowd stürmt das FBI auf sein Golfrasen. Festnahme. Vorwurf: Betrug und Geldwäsche. Auslieferung von den Bahamas ins kalte New York. Vor Gericht erscheint SFB shortlos im Business Suit. Sogar eine Krawatte legt er an. So wie die Geschworenen, können Business Partner schwören, haben sie ihn noch nie gesehen… 

Die Staatswanwaltschaft spricht von „unübertroffener Gier und einem historischen Verbrechen“ und fordert 115 Jahre Haft. Was selbst für einen Anfang 30-Jährigen schwer umzusetzen ist. Da wäre er bei seiner Entlassung ja 145 Jahre alt und sicherlich schon zweimal verrentet. 

Mindestens acht Milliarden Dollar Anlagevermögen soll Sam Bankman-Fried für seinen extravaganten Lifestyle veruntreut haben. Er versucht es vor Gericht mit Reue und sagt: „Es tut mir leid, was passiert ist. Es gab Dinge, die ich hätte tun und sagen sollen. Und Dinge, die ich hätte lassen sollen.“ 

Und mit Blick auf seine alten FTX-Buddys ergänzt er: „Sie haben viel von sich selbst reingesteckt – und ich habe alles weggeworfen.“

Dass viele Investoren wegen der Krypto-Kurssteigerungen kaum Geld verloren hätten, wollte US-Bezirksrichter Lewis Kaplan nicht gelten lassen: „Ein Dieb, der seine Beute nach Las Vegas bringt und erfolgreich mit dem gestohlenen Geld wettet, hat keinen Anspruch auf Strafmilderung, in dem er Gewinne aus Las Vegas zur Rückzahlung des gestohlenen Geldes verwendet.“ 

Sein Urteil: „Sam Bankman-Fried sei ein großes Risiko und in der Lage, in Zukunft etwas sehr Schlimmes zu tun.“ Deshalb muss er die nächsten 25 Ostern ins Gefängnis hoppeln, sein restliches Vermögen von 11,2 Milliarden Dollar wird eingefroren. Eingefrorene Dollar? Die neuen Play hard rules: Wir stellen nicht mehr die Getränke kalt, sondern das Geld…!

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