Life & Style Play hard next level: Zieht uns China jetzt auch im Nightlife ab?

Play hard next level: Zieht uns China jetzt auch im Nightlife ab?

Dass China der weltweit wichtigste Markt für Luxusgüter ist, daran haben wir uns gewöhnt. Bei Rolex oder Prada werden sie sofort nervös, wenn den Menschen im Land der aufgehenden Renditen mal einige Minuten nicht nach shoppen zumute sein sollte. Und klar: Deutschlands ganze Autoindustrie hängt an China wie E-Fahrzeuge am Ladekabel. Aber dass sie uns jetzt auch noch im Nightlife abhängen, kränkt dann doch unseren „Work hard, play hard“-Spirit. Business Punk hat es in den letzten Tagen in Shanghai erlebt. 

10 Lifestyle-Hacks, die wir aus der 24-Millionen-Metropole mitbringen.

  1. Service next level. Im vollbesetzten Restaurant auf einen Tisch warten? Sehr gern doch. In der Wartezeit gibt es schon mal gratis eine Maniküre.
  2. Drinks for free. In den Nightclubs müssen Ausländer keinen Eintritt zahlen, Gin Tonic geht aufs Haus. Bezahlt wird mit Action. Man verpflichtet sich zum Tanzen. So wollen die Clubbetreiber die Gäste auf den Dancefloor bringen und coole Aufnahmen für Social Media posten. Wie die Rechnung aufgeht? Der Club wirkt dadurch internationaler. Das lockt mehr chinesische Gäste mit Spending Power an.
  3. Karaoke drive: Mal wieder Stau in der City? Super! Das beste Feature in den Autos: die Karaoke-Apps im Beifahrer-Display. Singen statt fluchen.
  4. Monster-Energy. Nie wieder Handy-Akku leer. In Bars, Stores, Fußgängerpassagen: Überall hängen Powerbank-Automaten. Einfach QR-Code scannen, Powerbatterie mitnehmen, beim Spaß haben aufladen und in jeder beliebigen Box in der Stadt wieder einstecken.
  5. Digitaler Latte. Starbucks war gestern, hier ist Luckin Coffee, die schnellst wachsende Kaffeehauskette in China. Von unterwegs über Handy-App den Wunsch-Kaffee aussuchen, mit Alipay zahlen, reinspringen, rausholen. Schlange stehen für einen Caffee to go? Macht hier keiner mehr. Dem Algorithmus sei dank: schon bei der nächsten Bestellung weiß die App, was du willst.
  6. Silent City mood. Wozu noch ins Office rennen, wenn man Business-Calls auch in Ruhe von der Straße aus machen kann. 36% aller Autos in Shanghai surren schon elektrisch, bis 2030 sollen es 40% sein (in Deutschland aktuell gerade mal 3,9%). China ist der größte Markt für Elektrofahrzeuge. 57% aller E-Fahrzeuge weltweit sind Made in China. Zehntausende Roller auf den Straßen in Shanghai: 100% elektrisch.
  7. Der ganze Lifestyle in einer einzigen App. WeChat bucht Taxen, Züge, Reisen, Kinobesuche, Arztbesuche, Plätze in Restaurants, ist Übersetzer, bietet Bike-Sharing, chattet mit Freunden, kennt die Wechselkurse und sucht dir den besten Stromanbieter für Zuhause. Ach ja: und zahlt das alles.
  8. Neue KI-Freunde. Robotor servieren Eis-Creme. Cleaning-Bots cruisen durchs Hotel und bitten im Display höflich darum, nicht gestört zu werden: „Do not disturb, I’m working“.
  9. Social Media als Währung: Wer beim Friseur oder im Spa vom Treatment postet – egal, wieviele Follower, bekommt bis zu 50 Prozent Rabatt oder ein Dinner gratis.
  10. Der schnellste Zug der Welt. Die Magnetschwebebahn fährt Tempo 460, braucht für die 30 Kilometer zum Flughafen nur sieben Minuten und 30 Sekunden. City-Hopper können in den G-Train springen. Der schafft die 1.318 Kilometer von Shanghai nach Beijing in 4 Stunden und 29 Minuten. Eine Strecke wie von München nach Göteborg ohne einen einzigen Stopp – nur Highspeed.

Der Zeitunterschied zwischen Shanghai und Deutschland beträgt sechs Stunden. Manchmal fühlt es sich wie Jahre an.

Der Play-hard-Countdown? Täglich übrigens um 23 Uhr. Dann schalten sich in Shanghai die Lichter der Skyline ab, Party on!

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