Productivity & New Work 4-Tage-Woche: Nicht einmal die Mitarbeitenden glauben daran

4-Tage-Woche: Nicht einmal die Mitarbeitenden glauben daran

Über die Vier-Tage-Woche wird viel gesprochen. Aktuell läuft in Deutschland bis August 2024 ein Testlauf dieses Arbeitsmodells mit 50 Unternehmen. Könnte die verkürzte Arbeitswoche bei erfolgreichen Ergebnissen des Experiments dann vielleicht in vielen Unternehmen Wirklichkeit werden? Wer weiß – aber die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer glauben nicht daran, dass das funktionieren könnte.

Das ermittelte eine aktuelle Studie von forsa im Auftrag von XING. Diese beleuchtet die Einstellung deutscher Beschäftigter zur Vier-Tage-Woche und offenbart eine Diskrepanz zwischen Wunsch und Realität. Die Umfrage unter 3.200 Erwerbstätigen zeigt, dass viele Arbeitnehmende die Idee einer verkürzten Arbeitswoche attraktiv finden, aber an der Umsetzbarkeit zweifeln.

Die Anziehungskraft der 4-Tage-Woche

42 Prozent der Befragten gaben an, dass das Angebot einer Vier-Tage-Woche bei gleicher Wochenarbeitszeit Arbeitgebende für sie attraktiver machen würde. Das deutet auf ein starkes Interesse an einer besseren Work-Life-Balance hin. Die Vorstellung, dieselbe Menge an Arbeit innerhalb weniger Tage zu bewältigen, könnte theoretisch zu einer höheren Zufriedenheit und Produktivität führen.

Doch die Skepsis überwiegt

Trotz der hohen Attraktivität sind viele Beschäftigte skeptisch gegenüber der Realisierbarkeit – denn nur 30 Prozent glauben, dass sich eine Vier-Tage-Woche bei reduzierter Arbeitszeit und vollem Lohnausgleich in den nächsten fünf Jahren in Deutschland durchsetzen kann. Die Mehrheit (66 Prozent) steht dem kritisch gegenüber. Interessanterweise sind Männer dabei etwas skeptischer als Frauen.

Alters- und branchenspezifische Unterschiede

Die Studie zeigt außerdem deutliche Unterschiede in der Akzeptanz der Vier-Tage-Woche je nach Altersgruppe. Während 44 Prozent der 18- bis 29-Jährigen die Umsetzung als machbar erachten, sinkt dieser Wert bei den über 50-Jährigen auf nur noch 18 Prozent.

Auch zwischen den Branchen gibt es Unterschiede: In der Industrie glauben lediglich 25 Prozent an die Realisierbarkeit, während es in der Dienstleistungsbranche 31 Prozent sind.

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