Tamagotchi 2.0 mit Muse Charm: Metas KI für den Schlüsselbund
Meta schickt seinen KI-Agenten Muse an den Schlüsselbund. Preis, Europa-Start und Datenschutzfragen bleiben offen, während schon eine Sicherheitslücke aufgetaucht ist.
Mark Zuckerberg hat auf der Meta-Connect-Konferenz ein pendelgroßes Gadget namens Muse Charm vorgestellt, das ausschließlich dazu dient, mit dem KI-Agenten Muse zu sprechen. Der Anhänger wird per Fingerabdrucksensor aktiviert, zeigt auf einem kleinen Display eine personalisierbare Muse-Figur und soll laut Zuckerberg „bei Weitem der schnellste Weg“ sein, mit dem Agenten zu sprechen, wie berichtet.
Ein Preis wurde nicht genannt, der Marktstart ist für Dezember geplant. Für Europa gibt es bislang keine Ankündigung, denn Muse läuft aktuell nur in den USA.
Tamagotchi mit Kamera und Kalender
Der Charm kombiniert laut TechCrunch Sprachsteuerung mit einem Touch-Display und einer Kamera, die dem Agenten zeigen soll, was um seine Besitzerin oder ihren Besitzer herum passiert. Zuckerberg beschrieb den Ansatz als Möglichkeit, „die ganze Muse-Erfahrung, inklusive Echtzeit-Sprache und Avatar“, in ein Gerät zu packen, das an den Schlüsselbund passt.
Muse selbst soll eigenständig Aufgaben erledigen: E-Mails schreiben, Reisen buchen, Verträge verhandeln oder aus gespeicherten Instagram-Reels Einkaufslisten erstellen. Die App war ein Überraschungserfolg und überholte demnach ChatGPT als meistgeladene kostenlose iOS-App in den USA, mit rund 730.000 Downloads in den ersten fünf Tagen. Das gab der Meta-Aktie deutlichen Auftrieb.
Bezahlmodell mit Zukunftsversprechen
Muse ist in einer Basisversion kostenlos, intensivere Nutzung kostet demnach 20 oder 100 Dollar im Monat. Langfristig will Meta laut Zuckerberg vor allem über kleine Gebühren auf Transaktionen verdienen, die der Agent für Nutzerinnen und Nutzer abwickelt, etwa Einkäufe oder Buchungen. Wie hoch diese Gebühren ausfallen und ab wann sie greifen, ist noch offen.