Flughäfen erwarten Ansturm des Jahres: DAS ist am Wochenende zu beachten
Rekordansturm an Rhein und Ruhr: Düsseldorf erwartet in den Herbstferien 1,3 Millionen Passagiere. Die Zahlen zeigen, wie krisenfest die Reiselust der Deutschen wirklich ist.
Knapp 87.000 Menschen wollen am 18. Oktober über den Flughafen Düsseldorf in den Urlaub starten. Das wäre der passagierstärkste Tag des gesamten Jahres, noch vor jedem Sommerferientag. Während Konjunkturdaten stagnieren und Unternehmen sparen, zeigt die Reisebranche eine Nachfrage, die jede Kapazitätsplanung an ihre Grenzen bringt. Der Flughafen Düsseldorf rechnet vom 16. Oktober bis zum 1. November laut Radioduisburg mit rund 1,3 Millionen Reisenden und etwa 8.300 Starts und Landungen.
Allein am ersten Ferienwochenende werden rund 252.000 Fluggäste erwartet. Im Tagesdurchschnitt liegt die Prognose bei 75.000 Passagieren, mehr als in den Sommerferien mit rund 73.000 pro Tag. Für 2,5 Millionen Schüler in Nordrhein-Westfalen beginnt mit den Herbstferien die erste Schulpause nach den Sommerferien, entsprechend bündelt sich die Reisewelle in kurzer Zeit auf wenigen Verkehrsadern, nicht nur in der Luft, sondern auch auf Autobahnen und Schienen.
Reiseziele als Konjunkturbarometer
Palma de Mallorca führt mit rund 290 geplanten Abflügen die Zielliste an, dicht gefolgt von Antalya mit etwa 280 Flügen. Hurghada kommt auf gut 100 Abflüge, auch Heraklion auf Kreta und Rhodos stehen laut wdr häufig im Flugplan. Diese Nachfragestruktur wird von Beobachtern als Indiz für die Kaufkraft deutscher Haushalte gelesen: Pauschalreisen in gesicherte Mittelmeerdestinationen gelten als verlässliche Ausgabenkategorie, selbst wenn andernorts der Rotstift regiert. Noch während der Ferien, am 25. Oktober, startet der Winterflugplan.
Bis zum 27. März 2027 sollen laut Radioduisburg 57 Fluggesellschaften Düsseldorf mit 136 Zielen in 46 Ländern verbinden. Die größte Auswahl gibt es dabei für Reisen in die Türkei. Ende November nimmt Air Europa die Verbindung nach Madrid wieder auf, im Dezember kommen neue Strecken nach Curaçao und Schardscha hinzu. Für einen Regionalflughafen ist das eine beachtliche geopolitische Diversifizierung des Streckennetzes, die zeigt, dass die Betreiber nicht nur auf das Massengeschäft Mittelmeer setzen, sondern auch margenträchtigere Fernziele erschließen wollen.