work wise · Ben Wigert

Feedback-Kultur: Warum Manager mehr Rückmeldungen einholen sollten

Mitarbeiter Feedback
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Manager-Feedback bleibt oft aus: Oft gibt weniger als die Hälfte der Mitarbeiter ein formales Feedback. Dabei ist es entscheidend für Engagement und Leistung. Was können Unternehmen tun, um das zu ändern?

Feedback ist das Lebenselixier jeder Organisation. Doch wie oft erhalten Manager wirklich konstruktives Feedback von ihren Teams? Spoiler: Es ist erschreckend selten. Dabei hängt die Performance ganzer Abteilungen oft direkt davon ab, wie gut Führungskräfte ihre Rolle ausfüllen. Warum also dieser blinde Fleck? Und was kann man dagegen tun?

Feedback: Ein seltenes Gut

Laut einer Gallup-Umfrage, die über 2.000 Manager und mehr als 12.000 Mitarbeiter befragte, hatten nur 40 % der Mitarbeiter überhaupt die Möglichkeit für ein formales Feedback an ihre Vorgesetzten. Noch alarmierender: Nur etwa ein Viertel hat ihre Manager offiziell bewertet. Das ist ungefähr so, als würde man ein Fußballspiel ohne Schiedsrichter spielen – Chaos ist vorprogrammiert.

Die Macht der offenen Kommunikation

Josh Bersin, ein globaler Branchenanalyst, bringt es gegenüber Worklife auf den Punkt: „In einer perfekten Welt sollte der Manager ständig nach Feedback fragen.“ Doch die Realität sieht oft anders aus. Viele Unternehmen fördern keine Kultur der offenen und ehrlichen Kommunikation. Das Ergebnis? Stagnation statt Innovation.

Feedback geben und nehmen – eine Kunst für sich

Ben Wigert von Gallup betont, dass Feedback ein sensibles Thema ist. Weder Manager noch Mitarbeiter sind oft ausreichend geschult, um konstruktives Feedback zu geben oder zu empfangen. Hier liegt ein großes Potenzial brach. Unternehmen investieren zu wenig in Training und Change Management, was zu oberflächlichen Gesprächen und Missverständnissen führt.

Kanäle für Feedback? Fehlanzeige!

Ein weiteres Problem: Es fehlen die richtigen Kanäle für Feedback. Oft wird am Ende eines Mitarbeitergesprächs nach allgemeinen Anmerkungen gefragt, ohne dass klar ist, was mit diesen Informationen passiert. Eine bessere Methode wäre, gezielte Fragen zu stellen, etwa nach den Stärken und Schwächen des Managers. Anonyme Umfragen könnten hier Wunder wirken.

Blind Spots der Manager

Gallup fand heraus, dass 40 % der Manager zugeben, nicht gut darin zu sein, ihr Team zu motivieren und dessen Leistung zu managen. Noch schlimmer: 60 % sind nicht gut darin, Mitarbeiter zu entwickeln und ihnen Karrierewege aufzuzeigen. Viele Manager überschätzen ihre Fähigkeit, Anerkennung zu geben und Teamarbeit zu fördern. Ein Reality-Check durch ehrliches Feedback könnte hier Abhilfe schaffen.

Aktiv Feedback suchen

Brent Cassell von Gartner sieht ein weiteres Problem: Manager sind oft zu passiv, wenn es darum geht, Feedback aktiv einzuholen. „Wir fokussieren uns mehr auf das Geben von Feedback als auf das Suchen danach“, sagt er. Dabei signalisiert das aktive Einholen von Feedback den Mitarbeitern, dass ihre Meinung zählt und Veränderungen möglich sind.

Formelle und informelle Feedback-Kanäle

Cassell betont die Wichtigkeit sowohl formeller als auch informeller Feedback-Kanäle. Oft wird übersehen, wie wertvoll informelle Gespräche sein können. Diese schaffen eine Atmosphäre psychologischer Sicherheit, in der Mitarbeiter und Manager offen über Probleme sprechen können.

Feedback von Kollegen

Nicht nur von den eigenen Teams, auch von Kollegen sollten Manager häufiger Feedback einholen. Ein Drittel der Manager hat laut Gallup-Umfrage schon einmal ein formales Feedback von anderen Managern erhalten. Solche Peer-Reviews können wertvolle Einblicke und Lösungsansätze bieten.

Feedback als Schlüssel zum Erfolg

Die Erwartungshaltung der Mitarbeiter an ihre Manager wächst stetig. Manager sollten keine Angst davor haben, Feedback einzuholen. Es ist der Schlüssel zu persönlichem Wachstum und besserer Teamleistung. Unternehmen, die eine Kultur des offenen Feedbacks fördern, sind langfristig erfolgreicher. Also, liebe Manager: Ohren auf und zuhören!

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