work wise · Ampel-Koalition

„Ich habe Mist für Gold verkauft“: Ricarda Lang schonungslos ehrlich bei Caren Miosga

Ricarda Lang bei Caren Miosga
Foto: picture alliance / HMB Media | Uwe Koch
Erschienen
Aktualisiert
Lesezeit3 Min · 635 Wörter
Seite1 / 2

Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang gesteht Fehler ein: Politik als „Battle“, Autobahnen ohne erneuerbare Energien und die Angst vor klaren Worten. Ein ehrlicher Blick auf die Politik.

In der Welt der Politik ist Ehrlichkeit oft ein rares Gut. Doch genau diese Seltenheit hat Ricarda Lang, die ehemalige Co-Vorsitzende der Grünen, unlängst in der Talkshow von Caren Miosga in der ARD an den Tag gelegt. In einer offenen und selbstkritischen Reflexion sprach sie über ihre Zeit als Parteivorsitzende und die Herausforderungen, die mit dieser Rolle einhergingen. Dabei ließ sie tief blicken und zog ein Resümee, das viele überraschte.

„Mist für Gold“ – Ein ehrliches Geständnis

Ricarda Lang, die bis vor kurzem noch an der Spitze der Grünen stand, hat in der Talkrunde mit Caren Miosga ein bemerkenswertes Geständnis abgelegt. Sie sprach von der Zeit, als sie „Mist für Gold“ verkauft habe. Ein konkretes Beispiel lieferte sie gleich mit: Nach einem Ampel-Gipfel im März 2023 verkündete sie stolz eine Solar-Ausbauoffensive, die mit dem Straßenbau verknüpft werden sollte. Doch von diesem vermeintlichen Triumph war bald keine Rede mehr. Die Vorstellung, dass kein neuer Autobahnkilometer ohne erneuerbare Energien gebaut werden sollte, erwies sich als leeres Versprechen. Langs Offenheit in der Talkshow war erfrischend ehrlich. Auf die Frage von Miosga, wie es sich anfühle, im Nachhinein solche Aussagen zu hören, gestand Lang: „Ja, peinlich. Diese Art von Selbstkritik ist in der Politik selten und zeigt, dass auch Spitzenpolitiker Menschen sind, die Fehler machen und daraus lernen.

Portrait Business Punk Redaktion

Business Punk Redaktion

Hier schreibt die Business-Punk-Redaktion. Mal er, mal sie, mal gar keiner. Ach und kauft unser Heft! Danke.