Nach Visa-Stopp: Als Au-pair oder Student in die USA? DAS ist jetzt zu tun
Abschreckung durch Einzelfälle
Der Fall einer türkischen Studentin der Tufts University bei Boston zeigt, wie ernst es den US-Behörden mit der Kontrolle politischer Äußerungen ist. Die junge Frau verbrachte mehr als sechs Wochen in Abschiebehaft – ihr Vergehen: Sie hatte in einem Meinungsbeitrag die Haltung ihrer Universität zum Gaza-Krieg kritisiert. Solche Fälle wirken abschreckend und führen zu wachsender Selbstzensur unter internationalen Studierenden.
Die Botschaft ist klar: Wer in den USA studieren will, sollte seine politischen Ansichten – zumindest in der digitalen Welt – sorgsam abwägen. Eine Entwicklung, die dem traditionellen Selbstverständnis amerikanischer Universitäten als Orte des freien Diskurses diametral entgegensteht.
Einreise in die USA: Das müssen Studierende und Au-pairs jetzt wissen
Wer trotz der aktuellen Situation als internationaler Student oder Au-pair in die USA kommen möchte, steht vor erhöhten Hürden. Bereits vereinbarte Visa-Termine sollen zwar bestehen bleiben, neue werden jedoch vorerst nicht vergeben. Experten raten zu folgenden Schritten:
1. Bestehende Social-Media-Profile kritisch überprüfen und potenziell problematische Inhalte entfernen
2. Alternative Studienländer als Plan B in Betracht ziehen
3. Bei bereits genehmigten Visa die Einreise nicht unnötig verzögern
4. Sich über spezialisierte Anwälte für Einwanderungsrecht beraten lassen