Salesforce-Deal: Deutscher KI-Gründer mit Listen Labs vor Milliarden-Coup
Analysten werden vorsichtig
Parallel zu den Übernahmegesprächen wurde die Einstufung der Salesforce-Aktie am 8. September von „Buy“ auf „Hold“ gesenkt, das Kursziel blieb bei 275 Dollar.
Am 9. September verlor die Aktie im Handel rund 1,9 Prozent, laut Goldesel.de steht seit Jahresbeginn ein Minus von 7,35 Prozent zu Buche. Eine eindeutige Zuordnung der Kursbewegung zu den Übernahmegesprächen oder der Abstufung lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht ableiten.
Business Punk Check
Ein zwei Milliarden Dollar teurer Marktforschungs-Layer für ein System, das schon jetzt kaum jemand vollständig ausschöpft. Das ist die eigentliche Pointe hinter dem Listen-Labs-Deal. Belegt ist: Salesforce kauft sich Wachstum ein, statt es selbst zu bauen, das 15-fache Umsatzwachstum von Listen Labs stammt aber aus Unternehmensangaben, nicht aus geprüften Zahlen. PR-Nebel beginnt dort, wo aus „könnte empfehlen“ und „könnte helfen“ eine fertige Produktrealität wird, die es laut Quellenlage noch nicht gibt. Für Entscheider heißt das: Wer früh auf Agentforce-Erweiterungen setzt, wettet auf Integration, die erst noch bewiesen werden muss. Wer abwartet, riskiert nichts außer verpasstem Hype. Die Analysten-Abstufung auf „Hold“ zeigt, dass selbst der Markt gerade eher Beweise als Ankündigungen sehen will.
Auf einen Blick
- Salesforce verhandelt laut Berichten über eine Übernahme von Listen Labs für rund zwei Milliarden Dollar, eine Einigung steht noch aus.
- Listen Labs wurde 2023 von Florian Juengermann und Alfred Wahlforss gegründet und bei der jüngsten Finanzierungsrunde mit 500 Mio. Dollar bewertet.
- Die Salesforce-Aktie wurde am 8. September von „Buy“ auf „Hold“ herabgestuft und verlor am 9. September rund 1,9 Prozent.
- Der mögliche Deal reiht sich in eine Serie milliardenschwerer KI-Übernahmen ein, darunter Nvidias Kauf von Hugging Face und Stripes Erwerb von OpenRouter.
Quellen: Bild, It Boltwise, Goldesel, KI-unterstützt