Standort-Schock: Deutschland verliert massiv an Investoren-Appeal
Bürokratie-Monster und Steuer-Handicap
Mit durchschnittlich 30 Prozent Unternehmenssteuern liegt Deutschland weit über dem OECD-Durchschnitt von 23,6 Prozent. Die USA besteuern Unternehmen mit rund 25 Prozent, der EU-Schnitt liegt bei etwa 20 Prozent – ein massiver Wettbewerbsnachteil für den Standort Deutschland.
Hinzu kommt ein regelrechter Bürokratie-Dschungel: Rund 97.000 Einzelnormen müssen deutsche Unternehmen beachten – 18 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des BDI zeigt: 57 Prozent der Forschungs- und Entwicklungsverantwortlichen in größeren Unternehmen beurteilen die Rahmenbedingungen in Deutschland als mangelhaft. Hauptkritikpunkte: zu strenge Vorgaben und langwierige Genehmigungsverfahren.
USA lockt mit Subventionen und Energievorteilen
Während Deutschland mit strukturellen Problemen kämpft, hat die Biden-Administration mit dem „Inflation Reduction Act“ einen Magneten für internationale Investoren geschaffen. Großzügige Steuergutschriften – etwa bis zu 7.500 Dollar für Elektrofahrzeuge mit US-Endmontage – und deutlich niedrigere Energiekosten machen den amerikanischen Markt attraktiv.