Tech & Trends Netflix streicht das Basis-Abo: Werbefrei wird 40 Prozent teurer

Netflix streicht das Basis-Abo: Werbefrei wird 40 Prozent teurer

Netflix streicht das Basis-Abo und erhöht alle Preise erneut. Das Werbe-Abo verteuert sich um 40 Prozent, während Amazon Prime in Deutschland vorbeizieht.

Netflix macht das, was der Konzern am besten kann: an der Preisschraube drehen, ohne dass es der Marktführerschaft schadet. Zum wiederholten Mal seit April 2024 werden alle Abo-Stufen in Deutschland teurer, während das werbefreie Basis-Abo endgültig verschwindet.

Wer bislang zum günstigsten Preis ohne Werbung streamen wollte, hat künftig keine Wahl mehr zwischen Werbung und höherem Preis. Bestandskunden, die noch im auslaufenden Basis-Abo verblieben waren, müssen sich künftig zwischen Werbung im Einstiegstarif und einem deutlich teureren werbefreien Modell entscheiden.

Drei Modelle, ein Muster: teurer werden ohne Reibungsverluste

Das Premium-Abo mit 4K und 3D-Sound steigt von 19,99 auf 21,99 Euro im Monat. Das Standard-Abo verteuert sich von 13,99 auf 15,99 Euro. Am härtesten trifft es das werbefinanzierte Einstiegsmodell: Es springt von 4,99 auf 6,99 Euro, ein Plus von 40 Prozent, wie heise online vorrechnet.

Auch die Zusatzgebühr für Nutzer außerhalb des eigenen Haushalts steigt in allen Modellen um jeweils einen Euro, im Werbe-Abo von 3,99 auf 4,99 Euro, in den beiden anderen Tarifen von 4,99 auf 5,99 Euro. Prozentual zeigt sich das Muster besonders deutlich: Während das Einstiegsangebot um 40 Prozent teurer wird, liegt der Aufschlag beim werbefreien Standard-Abo bei rund 14 Prozent und beim Premium-Abo nur noch bei etwa zehn Prozent.

Die Begründung bleibt austauschbar: Netflix verweist darauf, den Mehrwert für Mitglieder kontinuierlich zu erhöhen, weshalb man gelegentlich um etwas mehr Geld bitte. Diese Formulierung nutzt der Konzern seit Jahren nahezu unverändert, unabhängig davon, wie stark die jeweilige Erhöhung ausfällt. Ergänzend verweist Netflix darauf, dass ein attraktives Programmangebot hohe Investitionen erfordere, eine Argumentation, die sich ebenfalls seit Jahren wiederholt und kaum konkretisiert wird.

Seite 1 / 3
Nächste Seite

Das könnte dich auch interessieren