Tech & Trends Tesla bringt Grok nach Europa: 9,99 Euro im Monat für eine Beta, die nichts steuert

Tesla bringt Grok nach Europa: 9,99 Euro im Monat für eine Beta, die nichts steuert

Tesla bringt Grok nach Europa – aber der KI-Assistent kann weder Sitzheizung noch Scheibenwischer steuern. Dafür kostet er 10 Euro monatlich. Was steckt hinter der Beta-Version?

Tesla rollt Grok in Europa aus – und liefert einen Chatbot, der mehr verspricht als er hält. Das Software-Update 2026.2.6 bringt den von xAI entwickelten Assistenten in deutsche, österreichische und Schweizer Fahrzeuge. Doch wer erwartet, dass Grok das Fahrzeug intelligent steuert, wird enttäuscht: Sitzheizung, Mediensteuerung oder Scheibenwischer bleiben außen vor. Stattdessen beantwortet der Bot Fragen mit Echtzeitdaten und passt Navigationsrouten an – Funktionen, die andere Hersteller längst beherrschen.

Kostenpflichtige Beta statt vollwertiger Assistent

Für die Nutzung verlangt Tesla entweder ein Premium-Konnektivitäts-Abo für rund 10 Euro monatlich oder eine WLAN-Verbindung via Smartphone-Tethering, wie t3n berichtet. Aktiviert wird Grok per App im Tesla-Launcher oder durch langes Drücken der Sprachsteuerungstaste am Lenkrad. Die alte Sprachsteuerung bleibt parallel aktiv – ein Eingeständnis, dass Grok noch nicht ausgereift ist. Immerhin lässt sich die Persönlichkeit des Bots anpassen: vom harmlosen Geschichtenerzähler bis zur „Unhinged“-Variante, die Tesla als besonders frech bewirbt.

Europa hinkt den USA hinterher

In den USA läuft Grok bereits seit Juli 2025, während europäische Fahrer bislang mit rudimentärer Spracherkennung auskommen mussten. Neben dem DACH-Raum startet der Dienst nun auch in Großbritannien, Irland, Italien, Frankreich, Portugal und Spanien. Technische Voraussetzung ist ein Tesla mit AMD-Ryzen-Prozessor, verbaut seit Mitte 2021. Ältere Modelle bleiben außen vor – eine Entscheidung, die Tausende Besitzer ausschließt.

Business Punk Check

Tesla verkauft hier eine Beta-Version als Premium-Feature – und kassiert dafür monatlich ab. Grok kann weder Klimaanlage noch Musik steuern, Funktionen, die selbst Budget-Hersteller mittlerweile bieten. Stattdessen liefert Tesla einen Chatbot, der Echtzeitfragen beantwortet – eine Funktion, die jedes Smartphone besser erledigt. Die Anonymitätsversprechen klingen gut, ändern aber nichts daran, dass Grok derzeit vor allem eines ist: unfertig.

Seite 1 / 2
Nächste Seite

Das könnte dich auch interessieren