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Trump-Krypto wird zum Problem: Clarity Act scheitert im Senat – Bitcoin stürzt ab

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Synthetische Aktienprodukte ohne echte Deckung bleiben ausgeschlossen, Unternehmen müssen vor einer Tokenisierung informiert werden und können sie verhindern. SEC-Chef Paul Atkins hatte laut BTC-ECHO bereits im Juli erklärt, seine Behörde sei bereit, Regeln zu erlassen, „die dieselben Probleme wie der Clarity Act adressieren“. Auch CFTC-Chef Mike Selig kündigte an, seine Behörde werde eigene Regeln umsetzen.

Streit um den nächsten Bullrun

Ob das Scheitern den Bitcoin-Bullrun beendet, ist unter Experten umstritten. Bitwise-CIO Matt Hougan hält den Rückschlag laut BTC-ECHO für temporär: Die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung sei zwischen Juli und September von 39 auf 14 Prozent gefallen, während der Bitcoin-Kurs im selben Zeitraum von unter 58.000 auf über 80.000 Dollar gestiegen sei.

Institutionen wie Morgan Stanley oder die DTCC hätten ihre Krypto-Initiativen ohnehin unabhängig vom Gesetz vorangetrieben. Andere Stimmen sehen die im August gestartete Erholungsrallye laut BTC-ECHO vorerst ausgebremst, zumal die Zustimmungswahrscheinlichkeit für den Clarity Act laut Prognosemärkten bereits von über 70 Prozent im Mai auf 17 Prozent vor der Abstimmung gesunken war.

Business Punk Check

Der Konflikt ist real: Ein Gesetz, das Rechtssicherheit schaffen sollte, scheitert an Ethikfragen rund um Trumps eigenes Krypto-Imperium, während die von ihm ernannten Regulierer Atkins und Selig nun genau die Lücke füllen, die der Kongress hinterlässt. Das ist keine Randnotiz, sondern eine Machtverschiebung von der Legislative zu Behörden, die als kryptofreundlich gelten. Ob das für Anleger gut oder schlecht ist, bleibt offen.

Hougans Datenpunkt zum Bitcoin-Anstieg trotz sinkender Gesetzeschancen spricht gegen die Panik-Lesart, die kurzfristigen Kursverluste bei Coinbase und Circle sprechen dafür, dass der Markt Rechtssicherheit eben doch einpreist. Wer auf eine dauerhafte gesetzliche Grundlage gewartet hat, muss sich nun auf Regulierung durch Verwaltungsakte statt durch Gesetz einstellen.

Auf einen Blick

  • Der Clarity Act scheiterte im US-Senat mit 49 zu 50 Stimmen an der nötigen 60-Stimmen-Mehrheit.
  • Die SEC führte binnen zwei Tagen eine fünfjährige Innovationsausnahmeregelung für den Onchain-Handel tokenisierter Aktien ein.
  • Bitcoin fiel zeitweise um bis zu fünf Prozent unter 75.000 Dollar und erholte sich anschließend auf 76.407 Dollar.
  • Bitwise-CIO Matt Hougan sieht den Rückschlag als temporär, da Bitcoin trotz sinkender Gesetzeschancen von Juli bis September deutlich stieg.

Quellen: T3N, Btc Echo, KI-unterstützt

Martin Wald

Tech & Security

Martin Wald analysiert die Schnittstelle zwischen Geld, Macht und Alltag. Seine Themen reichen von Rente, Sozialstaat und Gesundheit bis zu Wirtschaft, Märkten und technologischen Umbrüchen. Er zerlegt politische Entscheidungen, Urteile und Trends auf ihre ökonomischen Folgen und macht sichtbar, wer gewinnt, wer verliert und wo Risiken liegen. Der Blick ist pragmatisch, pointiert und nutzenorientiert. Keine Wohlfühltexte, sondern Einordnung für Menschen, die verstehen wollen, wie Systeme funktionieren und was das für ihre Entscheidungen bedeutet.