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Wie der Sieg einer Schlacht – was Startups und das Militär gemeinsam haben

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Foto von Filip Andrejevic auf Unsplash
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Befehlstaktik vs. Auftragstaktik: Wahl des richtigen Führungsstils

Ein weiteres Prinzip, welches wir ebenfalls aus dem Militär übernommen haben, ist die Unterscheidung zwischen der sogenannten Befehls- und Auftragstaktik bei der Aufgabenverteilung. 

Bei der Befehlstaktik wird den Mitarbeitern exakt vorgeben, was sie zu tun haben. Zum Beispiel muss ein Mitarbeiter von A nach B gelangen. Dabei wird ihm genau gesagt, welchen Weg er nehmen muss, wie schnell er gehen soll und wer ihn begleiten soll. Hier ist alles ist bis ins Detail geregelt und es gibt wenig bis keinen Spielraum für Eigeninitiative. Die Anwendung dieser Taktik ist nur phasenweise sinnvoll, beispielsweise bei sehr hohem Zeitdruck.

Der Normalfall sollte die Auftragstaktik sein, bei der nur der Auftrag erteilt wird. Wie der Auftrag ausgeführt wird, bleibt dem Mitarbeiter überlassen. Auch hier muss der Mitarbeiter von A nach B kommen. Das Einzige, was ihm aber dazu gesagt wird, ist, was „A“ und „B“ ist und wie viel Zeit ihm dafür zur Verfügung steht. Gemessen wird nur das Ergebnis. Dem Mitarbeiter wird also viel Freiheit gelassen. Diese Taktik erfordert jedoch ein starkes und selbständiges Team. Arbeitskulturell gesehen fördert diese Taktik kreative Lösungen und gibt den Mitarbeitern das Gefühl von Wertschätzung und Beteiligung.

Obwohl die Grundsätze rigide sind, ist militärische Führung äußerst flexibel. Konstant handlungsfähig zu sein ist das A und O, denn wir leben nach dem von Generalfeldmarschall von Moltke geprägten Zitat „Kein Plan überlebt den ersten Feindkontakt“. Die Fähigkeit, im Gefecht führungsfähig zu bleiben, ist überlebenswichtig. Und das haben das Militär und Start-ups gemeinsam: sie wollen die Schlacht gewinnen.

Stefan Haubner

Stefan Haubner war Berufsoffizier im Österreichischen Bundesheer und ist seit über 10 Jahren als Unternehmer in der Finanzwirtschaft tätig. Darüber hinaus ist der nunmehrige Milizoffizier in der Wirtschafts- und Sicherheitspolitik engagiert.