Zeitmanagement: Hol dir deine Konzentration zurück
Mut zum Monotasking
Ein Stapel Rechnungen, Korrekturschleifen, die Planung der After-Work-Drinks, private Nachrichten und obendrauf das Tagesgeschäft. Manche Tage schreien nach Multi-Tasking und das ist ziemlich verführerisch, schließlich sind wir darauf trainiert, möglichst viele Dinge gleichzeitig zu erledigen. Männer werden heutzutage immer noch belächelt, da sie angeblich nicht zum Multitasking fähig seien. Selbst wenn das wahr wäre, aus der Hirnforschung wissen wir, dass sie dafür eigentlich bewundert werden sollten, denn zu viele Aufgaben parallel zu erledigen bedeutet Stress, senkt die Produktivität und vermiest die Laune. Was ist wirklich wichtig? Das kann im Zweifelsfall auch mal eine unliebsame Aufgabe sein. Diese sollte man generell als erstes erledigen, um den Kopf wieder frei zu haben. Das entspricht auch der “GTD” Methode von David Allen. “Getting Things Done” besagt, dass wichtige Aufgaben, die in kurzer Zeit erledigt werden können, als erstes auf der To-Do Liste stehen sollten. Vor allem solche, die einem unangenehm sind, wie zum Beispiel Absagen, Kritik oder kurzfristige Terminänderungen. Wichtig ist, eines nach dem anderen zu erledigen und sich vor allem genug Zeit für Pausen einzuplanen.
Kurze Unterbrechungen der Arbeit sind durchaus sinnvoll. Pausen sollten allerdings auch als solche genutzt werden und nicht dazu, alle Social-Media-Feeds zu aktualisieren. Stattdessen kann man ruhig einmal aufstehen, sich ein Glas Wasser holen, an die frische Luft gehen oder mit den Kollegen quatschen. Diese Technik ist generell als Pomodoro-Workflow bekannt.
Produktive Pausen einlegen
Bei dieser Methode geht es darum, regelmäßige Pausen zu machen. Diese Methode ist deshalb so erfolgreich, weil die feste Zielsetzung von 25 Minuten pro Einheit dazu motiviert, sich voll und ganz auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Was sind schon 25 Minuten? Anschließend kann man sich eine kurze Pause gönnen oder sogar den Posteingang checken. So schafft man in kürzerer Zeit mehr Arbeit, als wenn man versucht, die Aufmerksamkeit auf mehrere Aufgabenbereiche aufzuteilen oder stundenlang durchzuarbeiten.
Wichtig bei dieser Methode ist, sich nur einen Aufgabenbereich pro Pomodoro vorzunehmen. Die Planungsphase vor der eigentlichen Arbeit ist also mindestens genauso relevant wie die Arbeit selbst. Wem es schwer fällt, unter vielen kleinen Aufgaben die dringendsten herauszufiltern, der kann auf eine simple Methode zurückgreifen: Die Not-To-Do-List!
Not-To-Do-List
Um fokussiert in den Tag zu starten, kann es schon kurz nach dem Aufstehen helfen, sich eine Not-To-Do-List zu schreiben. Was simpel klingt, kann plötzlich viel freie Zeit schaffen, die man anschließend mit wichtigeren Dingen füllen kann. Was muss man wirklich nicht erledigen? Welche Aufgabe hat auch noch nächste Woche Zeit? Was kann man abgeben? Steht einem vielleicht der eigene Leistungsdruck im Weg? Sich noch mehr aufzuhalsen erscheint oft einfacher, als Extraaufgaben abzulehnen oder abzugeben! Doch delegieren kann im Zweifelsfall ebenso wichtig sein, wie Aufgaben zu verschieben. Wenn Teilbereiche an Kollegen oder andere Teammitglieder abgegeben werden können, dann darf man sich ruhig auch mal erlauben loszulassen. Engagement ist gut, effektive Zeitplanung ist besser.
Egal, ob Goldfisch oder Mensch – Wir brauchen Konzentrationsfähigkeit, um unseren täglichen Aufgaben nachzukommen. Und wir sind externen Ablenkungen nicht machtlos ausgeliefert. Organisation und Planung hören sich zwar nicht besonders hip an, sind aber unabdingbar für einen strukturierten Arbeitsalltag. So bleibt am Ende des Tages nicht nur das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben, sondern auch genug Zeit für andere wichtige Dinge, wie zum Beispiel den entspannten Feierabend.
