Leadership & Karriere Watchlist 2018: Zehn Gründer, die uns in Zukunft satt machen werden

Watchlist 2018: Zehn Gründer, die uns in Zukunft satt machen werden

Wer kann sagen, wie wir uns in Zukunft ernähren werden? Derzeit tut sich in der Food-Branche einiges. Ganz vorne mit dabei sind folgende zehn Gründer und Macher. Sie sind Teil unserer Watchlist 2018. Darin stellen wir 100 Menschen vor, die das Potential haben, im nächsten Jahr etwas zu bewegen. Heute aus der Kategorie „Food & Lifestyle“ vor. Mit dabei unter anderem: Lisa Schmökel von Nouri und Fabio Ziemßen von Metro.

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#10 Moritz Waldstein-Wartenberg, Mitte

Wer braucht eine 429-Euro-Maschine, die Leitungswasser erst destilliert und anschließend mit Mineralien aus 40 Euro teuren Kartuschen anreichert? Niemand. Zumindest nicht in Deutschland, wo die Wasserqualität hoch ist. Der Berliner sagt selbst: „Eigentlich bauen wir in einer Maschine nach, was die Natur schon immer gemacht hat.“ Als Luxus-Gadget sieht er sein Gerät trotzdem nicht, denn: Mitte verspricht den Kunden zwar ein hochwertiges Produkt – Wasser mit dem Mineralprofil französischer Premiumquellen oder des gehypten basischen Wassers –, allerdings zu einem Literpreis, der (ohne Kosten für Leitungswasser und Strom) Discounter-Sprudel unterbieten soll.

Media Source: Victor Strasse
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#9 Simon Scheffler, Grünerdüngen

„Es gibt keine Definition für den Begriff Bio im Bereich der Düngemittel“, sagt Scheffler. Darum können Biodünger jegliche pflanzlichen und tierischen Substanzen enthalten, auch Schlachtabfälle, erklärt der 31-jährige Dresdner. Das ist legal, aber eine Grauzone. Um eine Alternative zu finden, forschte Scheffler zusammen mit Torsten Mick und Beate Wunderlich vier Jahre lang, wie man aus einer regionalen, ökologischen Ressource ein Düngemittel herstellen kann. Entstanden ist Kleepura, der erste hundertprozentige Biodünger – aus herkömmlichem Klee. Ab Frühjahr 2018, rechtzeitig zum Beginn der nächsten Düngesaison, wird Kleepura deutschlandweit in Biomärkten erhältlich sein

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#8 Baris Özel, Bugfoundation

Oh no, war da nicht neulich was mit Rückgang von Insektenpopulationen in Deutschland? Bugfounder-Mitgründer Özel beruhigt und weist darauf hin, dass die Insekten für seine Burger aus speziellen Züchtungen kommen. Seit 2014 ist das mittlerweile sechsköpfige Team aus Osnabrück am Start und vertreibt astrein leckere Eiweißbomben. Derzeit noch vorrangig in Belgien und den Niederlanden, demnächst kommt der Heimatmarkt Deutschland dran – eine Gesetzesnovelle macht es möglich.

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#7 Renate Steger, Helga

Dass Algen eine große Rolle für die Ernährung der Menschheit spielen werden, da ist sich Renate Steger vom Startup Helga aus dem österreichischen Berndorf ganz sicher. Schon seit 2015 stellen die 35-Jährige und ihre Mitgründerinnen Lebensmittel aus Chlorella- Algen her. Eine Limo und ein Algenpulver gibt es bereits, 2018 kommen Cracker dazu. Ziel ist eine ganze Produktpalette. Größte Herausforderung: „Für viele ist es noch eine Überwindung, Algen zu probieren. Darum haben wir noch ein großes Stück Aufklärungsarbeit vor uns“, sagt Steger.

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#6 Chanyu Xu, Ono Labs

Die optimale Nährstoffversorgung während der Schwangerschaft – ein sensibles Thema und Ausgangspunkt für Xus Nahrungsergänzungsmittel-Startup Ono Labs. Schon zuvor war die 30-Jährige im Foodbereich aktiv: Mit Eatüber und Eatingwith versuchte die Tochter chinesischer Einwanderer sich an eigenen Unternehmen, arbeitete zudem bei Rocket Internet an Eatfirst mit. Im Februar bringt das Startup der Berliner Seriengründerin nun sein erstes Produkt für Schwangere auf den Markt, weitere sollen folgen.

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#5 Lia Schmökel, Nouri

Während von der Acerolakirsche bis zum Grünkohl schon jede vermeintlich gesunde Obst- und Gemüsesorte gehäckselt und in kleinen Smoothie-Fläschchen verkauft wurde, fanden Kräuter bislang wenig Beachtung. Das will Nouri ändern. Das Berliner Startup produziert trinkbare Kräutermischungen, die positive Auswirkungen auf Körper und Geist haben sollen. Drei solcher 60-Milliliter-Shots sind auf dem Markt: Focus, Boost und Lust, der Name verrät den jeweiligen Effekt. „Die Konzentration der Inhaltsstoffe ist so hoch, dass wir uns an der legalen Grenze bewegen. Ein paar Milligramm mehr, und wir wären ein Pharmazeutikum“, sagt die 28-jährige Schmökel, die Nouri 2016 zusammen mit Danielle Sheridan gründete. Das Ziel für 2018: Expansion und eine weitere Produktreihe mit Schwerpunkt Gesundheit, darunter ein Booster für das Immunsystem.

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#4 Doreen Huber, Lemoncat

Wenn ein Markt wie das Business-Catering allein in Deutschland fast 10 Mrd. Euro wert ist, kann man mal auf die Idee kommen, den zu digitalisieren. Vor allem, wenn sich keiner sonst nur auf den B2B- Bereich fokussiert. Dort wurde Lemoncat schon nach dem ersten Jahr Marktführerin. Eben wurde Österreich gelauncht, weitere Länder folgen, mittlerweile kann das Team binnen vier Wochen in einem neuen Land launchen. Huber hat viel vor: „Ich bin nicht angetreten, um Dritter zu werden.“

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#3 Maximilian Lössl, Agrilution

Ohne Aufwand mit einem smarten Küchengerät zu Hause Gemüse anbauen: Das ist die Idee hinter dem PlantCube von Agrilution. Klima, Beleuchtung und Bewässerung regelt das Gadget selbst. „Das Ganze ist so weit vereinfacht, dass man keinen grünen Daumen braucht“, sagt Lössl, der sein Startup 2013 in München gründete. Voraussichtlich Ende des kommenden Jahres startet die Serienproduktion des Geräts, von dem der 28-Jährige glaubt, es werde „Standard in der Küche werden“.

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#2 Verena Hubertz, Kitchen Stories

Das Problem an Rezepten ist ja immer: Was genau bedeutet: garen? Und: in Würfel schneiden? Wie lange bitte und wie groß? Das fragte sich auch Verena Hubertz, heute 30, und gründete 2013 Kitchen Stories, eine App mit Videokochanleitungen. Und zwar derart erfolgreich, dass sie bis heute rund 15 Millionen Mal weltweit heruntergeladen wurde. Mit dem neuen Mehrteilseigner BSH soll nun das Kochen der Zukunft kommen: Die App kommuniziert also bald direkt mit dem Herd.

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#1 Fabio Ziemßen, Metro

Was bringt die Zukunft? „Wenn es um Lebensmittel geht, frag Fabio.“ Diese Antwort hört man gleich von mehreren Experten. Tatsächlich ist es schwer, beim Thema Technologie und Trends im Food-Bereich an dem 32-Jährigen vorbeizukommen. Seit Oktober arbeitet Ziemßen als Director Food Innovation bei der Metro-Tochter Horeca Digital. Die will Hotels, Restaurants und Caterern neue Gastrokonzepte und -lösungen nahe- bringen. Dieser Mann kennt die Nöte des Handels, die Chancen digitaler Konzepte, die Strukturen der Konzerne, die Experimentierfreude aufstrebender Food-Startups. Wer also wissen will, wo das alles hinführen wird, zu wem sollte der sonst gehen, wenn nicht zu Fabio?

Hier geht´s zur Gesamtübersicht mit allen Rankings.

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