Productivity & New Work Bewerbungsgespräch mit Julia Engelmann

Bewerbungsgespräch mit Julia Engelmann

Was motiviert Sie?

Interesse an meiner eigenen Wahrheit und daran wer ich werden kann und Grenzen zu finden. Es gibt das Zitat von Roger Williams, in dem er sagt, dass er es liebt, Dinge genau zu machen. Und das mag ich auch. So lange über Dinge nachdenken, bis ich verstehe, warum ich das mache und was ich dagegen machen kann. Es interessiert mich einfach, wie weit ich mit mir gehen kann, wie ich mich entwickeln kann, wer ich werden kann.

Wie sieht die optimale Arbeitsumgebung für Sie aus?

Ich schreibe ganz gut und gerne im Zug. Wenn die Felder vorbeiziehen und der Internet-Empfang nicht funktioniert. Dann bin ich definitiv produktiv. Ansonsten hängt es nicht vom Ort, sondern von den Gegebenheiten ab: Ich höre viel Musik und brauche Platz.

Gibt es einen Ort auf der Welt, an dem Sie jetzt gerade am liebsten wären?

Ich bin schon gerne hier gerade. Also, dieses Sofa in Potsdam kannte ich bis vor einer halben Stunde nicht, also wäre es geheuchelt zu sagen, ich habe mich schon immer gewünscht hier zu sitzen. Aber ich bin schon echt gerne hier.

Julia Engelmann geht auf Deutschland-Tour und gilt für manche als die Stimme der Generation Y

Wenn Sie einen Millionengewinn im Lotto hätten, was würden Sie damit tun?

Obligatorisch, würde ich ein Stück an die Menschen verteilen, die mir nahe sind. Sicher auch ein Stück spenden und dann so tun als hätte ich es nicht.

Und dann einfach weiterleben?

Ist halt die Frage, ob das einfach so geht. Vielleicht passiert es doch ganz schnell, dass man denkt, ein Haus kann ich kaufen, wobei der Pool nicht so groß ist… Und dann kommt man schnell auf ein Luxus-Level ohne es zu merken und würde die ganze Zeit sagen: Aber ich bin doch die Selbe! Aber ja, in meiner Utopie würde ich einfach so weiterleben.

Wenn Sie ein Superheld sein könnten, welche Superkraft würden Sie wählen?

Zeitumkehrer, so an mehreren Orten gleichzeitig sein. Das würde Entscheidungen erleichtern, wenn man beides könnte. Wie Hermine [von Harry Potter] das kann, an zwei Orten gleichzeitig zu sein. Obwohl es natürlich auch zu meinem Lebenstraum gehört, mit der Entscheidungsvielfalt umgehen zu können. Aber das würde das schon abkürzen. Oder Leben retten?!

Testen wir mal die Kreativität: Wozu kann man einen Stift noch benutzen, außer damit zu schreiben?

Ich kann den Tisch gerade stellen. Er könnte eine Sonnenuhr sein. Ich kann eine Suppe umrühren. Ich könnte Schlagzeug spielen. Ich könnte darunter Limbo tanzen. Ich könnte mir einen Dutt drehen. Ich könnte Leute tätowieren. Ich könnte ihn auseinanderbasteln und nach Größe sortieren und ihn dann als Fernglas benutzen.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Es hat sich bisher richtig ausgezahlt, ergebnissoffen zu sein. Ich dachte mal ich werde Schauspielerin oder Philosophin, für eine Woche dacht ich mal, ich werde Patentanwältin. Aber es hat sich immer anders ergeben. Von daher, weiß ich nicht, ob ich mir vorstellen will, wo ich in zehn Jahren bin – oder wer ich bin. Aber ich hoffe, dass ich gesund und glücklich bin, vielleicht eine Familie habe und ein Lied fertig geschrieben habe.

Haben Sie einen Lebenstraum?

Einen Handstand zu können. Natürlich auch dieses obligatorische: Ich finde das Meer richtig schön und würde schon gerne mal am Meer wohnen. Ein Atelier haben, wo die Sonne reinscheint. Aber wer weiß… Glücklich sein wäre schon cool.

Gibt es etwas, was ich jetzt noch unbedingt von Ihnen wissen sollte?

Dass ich echt noch nie ein richtiges Bewerbungsgespräch geführt habe. Außer auf WG-Castings.

Wir bedanken uns für das Gespräch, Frau Julia Engelmann!

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