Life & Style Beatsteaks-Interview: “Wir treffen uns auf gar keinen Fall in unserer Freizeit“

Beatsteaks-Interview: “Wir treffen uns auf gar keinen Fall in unserer Freizeit“

Wie sieht denn ein perfekter Sonntag bei euch aus? Trefft ihr euch zum Brunchen?

Torsten: Wir treffen uns auf gar keinen Fall in unserer Freizeit, das ist ultraselten geworden. Ich sehe Bernd vielleicht einmal im halben Jahr nach der Arbeit, und das ist völlig okay. Wir kennen uns jetzt seit 18, 19 Jahren und waren echt oft zusammen in der Kneipe und haben im Bus gesessen und gequatscht.

Bernd: Man hat sich einfach nicht mehr so viel zu sagen.

Torsten: Mein perfekter Sonntag findet auf alle Fälle in meinem Garten statt. Dass ich nicht in der Stadt bin und keinen sehe und auch nichts mit der Band zu tun habe. Das kann alles ganz langweilig sein.

Bernd: Wenn mein Bengel da ist, dann heißt das: aufstehen und irgendwas unternehmen. Wenn er nicht da ist, dann ist das meistens so: liegen bleiben, Fernseher anmachen und um 10 Uhr geht’s los, da kommt „Löwenzahn“ und „Die Sendung mit der Maus“ und so was.

Torsten: Das guckst du dir ohne deinen Sohn an?

Bernd: Ja, das macht richtig Spaß. Jeder kann da noch so viele tolle Sachen lernen. Und dann irgendwann mal den ersten Kaffee trinken, was zum Mittag kochen und nachmittags rausgehen, über den Flohmarkt trödeln. Das mache ich total gerne.

Die Beatsteaks gibt es inzwischen seit 22 Jahren. Was hat sich im Laufe der Zeit verändert?

Bernd: Man kennt die Stärken und Schwächen der anderen.

Torsten: Was ein Vorteil, aber auch ein Nachteil sein kann. Inzwischen ist aber alles ein ganz anderes Ding, weil jetzt ist das der Beruf, jetzt muss man damit seine Miete zahlen. Früher hatten wir alle noch Jobs. Jetzt gibt es so ein Gebilde an Firmen, für die wir eine Verantwortung haben. Vieles ist professioneller geworden, mit der Plattenfirma, mit dem Management – das gab’s ja alles in der Form damals noch nicht. Und es sind halt auch schon ganz viele Platten gemacht worden. Das ist ja jetzt unser achtes Album. Ich weiß nicht, ob tatsächlich jemand zu Hause sitzt und händeringend auf ein neues Beatsteaks-Album wartet. Es ist ja nicht so, dass der Welt unbedingt noch ein Stück Musik fehlt.

Bernd: Aber ist es nicht so, dass eine Platte erst mal rauskommen muss, damit die Leute sagen: Das ist genau die Platte, auf die die Welt gewartet hat?

Zum Schluss Hand aufs Herz: Wer von euch hat die schlimmste Macke?

Torsten: Jeder von uns hat eine Macke. Wir lachen über jeden, da ist keiner, der sich speziell vorgenommen wird. Aber ich hab auf alle Fälle die kleinste Macke von allen. Wa, Bernd?

Bernd: Nee, icke eigentlich.

Seite 2 / 2
Vorherige Seite Zur Startseite

Das könnte dich auch interessieren

Mental Load und People-Pleasing: 3 Dinge, für die wir nicht verantwortlich sind Life & Style
Mental Load und People-Pleasing: 3 Dinge, für die wir nicht verantwortlich sind
Zugverspätungen der Deutschen Bahn auf Rekordniveau Life & Style
Zugverspätungen der Deutschen Bahn auf Rekordniveau
Einsatz von KI: Hollywood streikt, Netflix stellt ein Life & Style
Einsatz von KI: Hollywood streikt, Netflix stellt ein
Reiselust: Urlaubstrends und Traumziele für das Jahr 2024 Life & Style
Reiselust: Urlaubstrends und Traumziele für das Jahr 2024
Kolumne: Wie man Street mit Office verbindet Life & Style
Kolumne: Wie man Street mit Office verbindet