Neue Kampagne: Hornbach will nicht, dass ihr Startup-Hipster “Projekt“ sagt

Wer schon einmal in Berlin-Mitte oder Neukölln in einschlägigen Cafés und Kneipen unterwegs war, hört es unweigerlich um sich surren, dieses Wort: Projekt hier, Projekt da. Der Typ im Karo-Button-Down hat gerade dieses echt steile vegane-Yogamatten-aus-sojabasiertem-Bast-Projekt. Oder auch ganz aktuell: irgendwas mit Krypto. Überhaupt, Agenturleute denken nur noch in Projekten.

Das Problem ist nur: Hornbach ist die Mutter aller Projekte. Sagt zumindest der Heimwerkermarkt über sich selbst. Und hat deshalb die Agentur Heimat damit beauftragt, den Begriff wieder zurückzuholen. Und natürlich kommt bei der Rückholaktion der eben angesprochene Berlin-Mitte-Hipster in den insgesamt drei Spots nicht zu kurz. Aber auch der arrogante Manager und die esoterische Lebensberaterin haben den Begriff zu unbedacht benutzt. Bottom Line: Projekt bedeutet mehr als irgendjemand macht irgendwas. Es ist jedoch zu befürchten, dass die Deutungshoheit darüber, was ein Projekt ist, auch nach der Kampagne nicht wieder bei Hornbach liegt. Witzig jedoch ist sie allemal:

Hornbach ist in Sachen gut produzierter und unterhaltsamer Werbung der vielleicht einzige ernsthafte Konkurrent zum eigentlich unangefochtenen Weihnachtsspot-König Edeka, und blickt auf eine bereits lange Geschichte legendärer Spots zurück. Unvergessen auch die bereits uralten, aber grandiosen dadaistischen Lesungen aus dem Produktkatalog von Einstürzende-Neubauten-Sänger und Wave-/Industrial-Ikone Blixa Bargeld. Die sind so gut, dass sie sogar im Rahmen eines Literaturfestivals auf Arte liefen. Wir zeigen sie euch hier alle nochmal:

Blixa Bargeld Hornbach


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