Fünf Wege, um im Office Nachhaltigkeit zu pushen

Bambus-to-go-Becher, Lastenfahrräder und vegane Sneaker beherrschen seit einigen Jahren das Bild in Großstädten. Nachhaltigkeit ist Mainstream, Nachhaltigkeit ist hip. Aber sobald wir im Office sind, werfen wir unsere Ambitionen gerne über Bord. Wir haben hier ein paar Schritte zusammengetragen, mit denen ihr auch bei der Arbeit auf Nachhaltigkeit achten könnt. Manche davon sind leicht umzusetzen, andere etwas aufwendiger. Aber jeder Schritt kann ein Anfang sein.

1. Turn it off

2016 waren ungefähr 85 Prozent der Treibhausgasemissionen Deutschlands auf den Energiesektor zurückzuführen. Dabei wäre es gar nicht so schwer, Energie zu sparen. Vor allem im Büro vergessen wir das gerne mal. Deswegen als Erinnerung: Die Heizung muss nur an sein, wenn es kalt und jemand im Raum ist. Die Türen und Fenster sollten dann geschlossen sein, damit die Hitze nicht entflieht. Ähnlich sieht es beim Licht aus: Auch das braucht man nur, wenn jemand da ist und es dunkel ist. Und auch der Computer muss nicht auf Standby sein, wenn du schon längst dein Feierabendbier genießt.

2. Abgefrorene Hände oder stinkende Sitznachbarn?

Schon klar, winter is coming, Fahrradfahren wird immer ungemütlicher. Alternativ zu warmen Handschuhen und Mütze lässt sich auch ganz wunderbar der öffentliche Nahverkehr nutzen. Klingt nicht so sexy, ist aber effizient: Du stößt weniger Abgase aus, stehst nicht im Stau und du sparst dir die Diskussionen um Dieselfahrverbote. Vor allem bei Terminen in anderen Städten, solltest du dich fragen: Muss ich da wirklich hinfliegen oder reicht Skypen nicht auch aus?

3. Besseresser

Einen Office-Tag ohne Kaffee, Lunch und Snacks kann man auch gleich bleiben lassen. Dass auch die Ernährung Einfluss auf das Klima und unsere Mitmenschen hat, vergessen wir häufig. Dabei gibt es ganz verschiedene Aspekte, auf die du achten kannst. Zum Beispiel könntest du versuchen, mittags häufiger mal das vegetarische Gericht zu wählen. Oder vorschlagen, im Büro Fairtrade-Kaffee und -Schokolade anzubieten. Und bei dieser Veränderung könnt ihr auch gleich die abgefüllten Wasserflaschen abschaffen, Leitungswasser ist genauso gut und sogar günstiger. So sollten sogar Chef und Chefin zu überzeugen sein.

4. Think before you print

Ganz ehrlich: Was hast du in den letzten Tagen gedruckt? Hättest du nicht mindestens die Hälfte davon auch digital bearbeiten können? Bevor du das nächste Mal auf „Print“ klickst, kurz nachdenken: Brauche ich das ausgedruckt? Ab und zu geht kein Weg am Drucken vorbei, dann kann man darauf achten, Recyclingpapier zu verwenden, mehrere Seiten auf ein Blatt und doppelseitig zu drucken. Wenn du Briefe verschickst (ziemlich oldschool, btw), kannst du auf klimaneutralen Versand achten.

5. Schmutzige Geschäfte

In Deutschland sind wir oft so wahnsinnig stolz auf die tolle Mülltrennung, sodass wir beinahe vergessen, sie auch wirklich umzusetzen. So kann weniger Müll recycelt und wiederverwendet werden. Gerade im Office kommt gerne mal alles in eine Tonne – ist ja auch einfacher. Dabei gibt es meist vor allem viel Papiermüll, der in der Altpapiertonne viel besser aufgehoben wäre. Neben der richtigen Trennung, können wir aber auch darauf achten, weniger Müll zu produzieren. Dabei ist unter anderem der Verzicht auf Einmalhandtücher auf öffentlichen Toiletten ein Weg. Aus Gewohnheit reißen wir hier oft gleich ganz viele aus den schlecht designten Behältern, meist reicht eins aber völlig aus.

Wir haben uns beim Niederschreiben dieser doch eigentlich selbstverständlichen Tipps selbst oft ertappt gefühlt. Vielleicht ist das ja ein guter erster Schritt, um etwas zu ändern und für mehr Nachhaltigkeit im Office zu sorgen.


Business Punk Redaktion

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