RIP, Grumpy Cat. Ein Nachruf der besonderen Art

Ach, Grumpy Cat. Sieben Jahre hast du unser Leben verschönert, jetzt bist du aufgrund einer Harnwegsinfektion von uns gegangen. Wie kann das sein? Du, die berühmteste Katze des Internets, deren Gesicht wir morgens auf Twitter und abends auf Facebook teilen. Die du immer den richtigen Ausdruck parat hattest: für Geburtstagspartys, auf die wir zwar eingeladen waren, aber zu denen wir auf keinen Fall hingehen wollten. Für nervige Kolleg*innen. Für die zu lange Supermarktschlange. Für Menschen, die sagen: Lächel doch mal. Nie hast du gezögert, böse Miene zum bösen Spiel zu machen. Heute, nach sieben kurzen Lebensjahren, bist du überraschend von uns gegangen.

Und was hast du in diesen Jahren nicht alles erreicht. Mehr als die meisten von uns jedenfalls und mit großer Wahrscheinlichkeit jemals erreichen werden. Du hast der Piratenpartei im Bundestagswahlkampf 2013 als Motiv für Wahlplakate hergehalten. Du warst Gaststar in einer US-amerikanischen Wrestling-Show. Auf Twitter folgen dir 1,5 Millionen Menschen. Es gibt T-Shirts und Plüschtiere von dir. Ein Kaffeherstellter wollte seinen Kaffee Grumppuccino ohne Lizenzgebühren verkaufen, dir zu Ehren (– und für bessere Verkaufszahlen, aber wen interessierts?). 2017 warst du der Star des Opel-Kalenders. Von allen Katzen-Klickstrecken waren diejenigen über dich immer die schönsten.

Wir werden dich vermissen.

Dir und deiner Besitzerin – die uns deine Großartigkeit nicht vorenthalten hat – gebührt unser herzlichster Dank für all die mürrischen Stunden zwischen 0 Uhr morgens und 0 Uhr abends, die teilweise so ätzend waren, dass nur dein Gesicht den richtigen Ausdruck dafür gefunden hat. Was von dir bleibt, sind Memes und „furchtbarste Ratschläge fürs Leben“, Bücher mit Schlechte-Laune-Garantie und Tausende Memes, die in unser Gedächtnis eingebrannt sind. Nie hat uns jemand besser verstanden als du, Grumpy Cat. Mögest du in Frieden ruhen und künftig noch öfter durch die Timeline fliegen. Das Internet vergisst dich nie!


Business Punk Redaktion

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