Fünf Tipps, wie du deine Lücken im Lebenslauf besser verkaufen kannst

Leerstellen im Lebenslauf bedienen scheinbar viele Klischees: Erstens werfen sie kein gutes Licht auf den Bewerber, der da zitternd im Vorstellungsgespräch sitzt. Und zweitens muss man dann auch noch darüber sprechen. Unangenehm genug. Dabei bergen gerade unkonventionelle Lebensläufe viel Potenzial, sich von anderen Bewerberinnen und Bewerbern abzuheben, und zwar sowohl was die persönliche Ebene betrifft als auch die Leistung, die man im neuen Job bringen könnte. Wir haben fünf Gründe gesammelt, wieso Lücken im Lebenslauf auf wohlwollende Augen bei Personalern stoßen sollten.

“Sie haben da eine Lücke im Lebenslauf!“

1. Linear ist langweilig

Schule, Studium, Berufseinstieg, steile Karriere: Klasse. Und sonst so? Gäääähn. Wenn man als Personaler den 100. Lebenslauf bekommt, der aussieht wie alle anderen, pennt man fast ein. Nach der Einstellung beim gemeinsamen Lunch wird es meistens nicht besser: Der Witz, den du im Biologie-Unterricht in der zehnten Klasse gerissen hast, ist 15 Jahre später einfach nicht mehr so lustig. Also: Lieber mal ein paar unkonventionelle Sachen in den CV ballern. Und nein, damit ist nicht gemeint, dass du im FSJ auf ner Bananenplantage mal ausgerutscht bist – sondern etwas, woraus du einen Skill oder eine besondere Information kennengelernt hast, die dir im neuen Job nützlich sein könnte.

2. Life sucks sometimes

Krank gewesen, Pech gehabt, ausgefallen oder keinen Bock? Menschen haben viele Motivationen und Beweggründe, mal nicht zu arbeiten – und ob begründet oder nicht, sogar vom Nichtstun kann man lernen. Das Wichtigste ist erst mal, dass sowohl Personaler als auch Bewerberinnen und Bewerber raffen, dass man nicht einfach nur ein schlechterer Mensch ist, wenn man mal ein paar Tage, Monate oder Jahre nicht arbeiten konnte. Gebt das ruhig zu und schreibt rein, wieso ihr weg wart – das ist einfach nur menschlich.

3. Brotjobs sind Jobs fürs Leben

Als Studentin mal als Hostess gearbeitet? Oder Wasserkisten en masse geschleppt? Schreibt man meistens nicht rein in die Bewerbung, kann sich aber positiv auswirken: Erstens gibt’s dann genug Gesprächsstoff, so dass es wenigstens nicht so langweilig wird. Und zweitens: In welchem Job könnte man mehr über Stressresistenz und Durchhaltefähigkeit lernen als als Servicekraft?

4. Dein Boss ist Hundeliebhaber

Okay, es gibt auch andere Extremfälle. Du hast vier Jahre Pause gemacht und dabei ausschließlich den Hund deiner Nachbarin gesittet? Haut jetzt deinen zukünfigen Boss wahrscheinlich nicht so vom Hocker – außer er ist Hundeliebhaber oder der Mann deiner Nachbarin. Falls das nicht der Fall ist, solltest du nicht schon vorab aufgeben und denken, dass diese ausgeschriebene Stelle, die du wirklich, wirklich gerne antreten würdest, eh nix für dich ist. Überleg dir lieber, mit welchen anderen Skills in deinem Lebenslauf du punkten kannst. Und die betonst du dann eben ein bisschen mehr. Ende der Diskussion.

5. 40 Jahre Berufsleben – take it easy

Rund 40 Jahre arbeiten Menschen im Schnitt. Keine Panik also, wenns nicht direkt mit dem Berufseinstieg klappt und du länger suchen musst. Du wirst noch lange genug das Vergnügen haben, dein Leben im Job zu fristen. Das kannst du im Vorstellungsgespräch ja genau so sagen – okay, vielleicht ein bisschen „milder“, und vielleicht ein bisschen eloquenter im Sinne von „Mich hat nichts so richtig vom Hocker gehauen“. Konzentrier dich lieber und such ein bisschen länger, anstatt dich auf das Erstbeste einzulassen. Dann klappts auch mit dem CV.


Business Punk Redaktion

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