Like a Pro: Fünf Tipps, wie du professionell kündigst

Oftmals malt man sich zu Hause das Szenario aus, wie man dem Chef am nächsten Tag klar macht, dass man das Unternehmen verlässt. Im Kopfkino spielt sich die dramatische Kündigunsszene dann so ab: „Ich kündige“, gefolgt von einem lauten Türknall. Ein mieser Schachzug. Unsere Content-Partner von Kununu haben fünf Tipps zusammengestellt, wie der Abgang like a Boss funktioniert – nämlich: professionell und vorteilhaft für die weitere Karrierelaufbahn.

#1 Mach dich schlau

Nach einem Streit mit dem Vorgesetzten oder einer hitzigen Debatte mit dem Kollegen: Kündigung als Schnellschuss-Reaktion? Keine gute Idee. Hast du dir deine Entscheidung lange genug durch den Kopf gehen lassen? Dann geht’s ans Eingemachte. Denn auch das Kündigungsgespräch gehört vorbereitet, um einen ordentlichen Abgang zu ermöglichen. Mach dich schlau: Lies dir deinen Arbeitsvertrag nochmal durch. Welche Punkte musst du berücksichtigen? Bis wann musst du eine schriftliche Kündigung einreichen? Wie sieht es mit den Kündigungsfristen aus?

#2 Auf den Zeitpunkt kommt es an

Wann du das Handtuch wirfst, bleibt einzig und allein dir überlassen. Wenn du aber auf eine „Einvernehmliche Auflösung“ setzen möchtest, solltest du auch den Zeitpunkt des Gesprächs gut wählen. Auf keinen Fall sollte es zwischen Tür und Angel passieren. Die freien 10 Minuten zwischen Mittagessen und dem Jahresplanung-Meeting sind nicht der optimale Zeitpunkt, um die Bombe platzen zu lassen. Du verabschiedest dich kurz vor Abgabe eines Projektes? Diese Einstellung kann einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen und könnte sich auch in der Branche herumsprechen.

#3 Nicht emotional werden

Dem Chef nochmal die Meinung geigen? Die Beleidigungen stecken nämlich wie ein Kloß im Hals. Wir raten dir davon ab, das Arbeitsverhältnis mit viel Drama zu beenden. Böses Blut hilft dir weder persönlich noch beruflich weiter. Wer im Affekt oder gar mit großer Wut kündigt, hinterlässt negative Assoziationen. Deshalb unser Tipp: Emotional abschließen. Das schont deine Nerven, erspart dir eine Menge Ärger und du behältst deinen guten Ruf. Lege dir vorher Formulierungen zurecht und erläutere die Gründe deiner Kündigung, ohne dabei in Vorwürfe abzugleiten. Denk dran: Der Ton macht die Musik.

#4 Ciao Kakao

Wenn sich die Wege scheiden, ist’s an der Zeit sich richtig zu verabschieden. Soweit es möglich ist, solltest du deiner Firma und den Kollegen nicht im Zorn den Rücken kehren – allein aus eigenem Interesse. Denn eins steht fest: Man sieht sich immer zwei Mal im Leben. Vielleicht begegnet dir dein jetziger Kollege ja im nächsten Job als Kooperationspartner? You never know. Also lass nicht den Flurfunk für dich sprechen, sondern weihe deine Kollegen zeitnah ein. Wie du’s machst, bleibst dir selbst überlassen: Persönlich oder schriftlich. Wenn große Reden nicht dein Ding sind, dann schick eben eine Rundmail raus.

5# Für einen guten letzten Eindruck

Im Guten gehen, so lautet die Devise. Hilf dabei das Feld für deine Nachfolge so gut wie möglich vorzubereiten: offene Baustellen aufarbeiten, wichtige Unterlagen richtig ablegen oder Checklisten schreiben. So steht einer reibungslosen Übergabe nichts im Weg. Mit einem souveränen Abgang bleibst du nämlich positiv in Erinnerung. Diese Arbeitshaltung wird sich mit Sicherheit auch in deinem Arbeitszeugnis widerspiegeln.


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