Mit diesen drei Fragen lernst du deine Stärken und Schwächen kennen

Wenn man nach Stärken und Schwächen fragt, dann folgt bei den meisten nur Stille. Wer sich nicht gerade für ein Bewerbungsgespräch vorbereitet, der hat mit der menschlichen SWOT-Analyse aus dem Stegreif oft seine Schwierigkeiten. Dabei ist es nicht nur für den Job, sondern auch für die eigene Entwicklung wichtig, sich seiner Strengths und Weaknesses bewusst zu sein. Manchmal reichen auch drei Fragen, um sich selbst besser kennen- und abschätzen zu lernen.

Was mach ich gern?

Der Klassiker, nicht wahr? Aber in unseren Hobbies spiegeln sich oft unsere Fähigkeiten wieder. Ein Beispiel: Du liest viel – auch anspruchsvolle Literatur –, bildest dich gern weiter und hast ein Gespür für politische, technische oder wirtschaftliche Themen? Dann ist das nicht nur eine Freizeitbeschäftigung, sondern zusätzlich eine Stärke. Es zeigt, dass du aufnahmefähig bist, dich in komplexe Zusammenhänge einfuchsen kannst und auch vor ernsten Topics nicht zurückschreckst. Im Job bist du der Analytiker, der sich jeden noch so in Juristendeutsch geschriebenen Text annimmt.

Selbst das gute alte Zocken gibt Einblicke in deine Persönlichkeit. Stundenlanges vor dem PC-Sitzen ist zwar weder für deine Augen noch für deinen Rücken gut, aber es zeigt, dass du dich über einen längeren Zeitraum hinweg für etwas begeistern kannst und nicht die Motivation verlierst.
By the way: E-Sport wird immer bekannter. Vielleicht liegt im Zocken nicht nur dein Hobby, sondern auch deine Zukunft.

Wie reagiere ich bei Stress?

Deadlines, Termine, Meetings – für dich kein Problem? Organisationstalente sind sich ihrer Fähigkeit manchmal gar nicht bewusst. Ebenso Personen, deren Stresslevel dermaßen hoch ist, dass jeder andere längst verzweifeln würde. Mit Druck umgehen zu können, ist definitiv als Stärke nennenswert. Schließlich sind robuste und stressresistente Mitarbeiter*innen in hektischen Phasen oft Gold wert und der Fels in der Brandung für jeden panischen Nervenzusammenbruch.

Ist bei dir das komplette Gegenteil der Fall und du rastest mega aus? Dann ist das gut und schlecht in einem. Gut, weil du kommunikativ bist, deine Emotionen zeigen kannst und es schaffst, Konflikten beizutreten. Schlecht, weil du natürlich in manchen Situationen fähig sein musst, deine Gefühle unter Kontrolle zu haben. Wenn der Chef was sagt, was dir nicht passt, dann kannst du ihm zwar innerlich an die Gurgel gehen, aber bitte nicht äußerlich. Sonst flattert schnell mal die Kündigung auf den Tisch.

Was sagen meine Freunde?

Wer es sich ganz leicht machen will, der wendet sich einfach an Familie, Freunde oder den/die Partner*in. Die sollen dich knallhart ehrlich beleuchten und dir alle Stärken und Schwächen auf einen Zettel schreiben. Der Vorteil? Die Ergebnisse können zwar verletzend sein, geben dir aber auch die Chance, über deine Persönlichkeit nachzudenken und an möglichen Baustellen zu arbeiten. Wer hier entspannt reagiert und mit der Kritik umgehen kann, hat schon längst ein paar Stärken entdeckt: Team- und Konfliktfähigkeit, Aufgeschlossenheit und die Fähigkeit, nicht nur stur auf die eigene Meinung zu pochen.

Das SWOT-Modell jedes Menschen ist unterschiedlich – und gerade dieser Mix macht unsere Gesellschaft aus. Wer immer nur nach Perfektion strebt, dem wird’s mit Sicherheit bald zu viel. Außerdem: Ob introvertiert, extrovertiert, kommunikativ oder schweigsam, in jedem Unternehmen werden andere Fähigkeiten benötigt, um für ein gesundes Mittelmaß zu sorgen. Deshalb: weniger stressen und mehr reflektieren. 

Inspiriert via Karrierebibel.

 


Business Punk Redaktion

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