Amazon-CEO Jeff Bezos spendet 10 Milliarden Dollar fürs Klima und erntet Kritik

Zugegeben, Amazon ist nicht unbedingt die erste Firma, an die wir denken, wenn es um Nachhaltigkeit oder Klimaneutralität geht. Immerhin geht es hier um einen Online-Versandhändler, bei dem uns zu schnell die zweifelhafte Retouren-Entsorgung in den Sinn kommt. Doch dieses Image-Problem soll sich jetzt ändern und es ist ausgerechnet Amazon-Boss Jeff Bezos, der mit einer großzügigen Spende den Weg weisen will. Der mit einem geschätzten Vermögen von 130 Milliarden Dollar wohl reichste Mensch der Welt (der in Vergangenheit dafür kritisiert wurde, ziemlich wenig davon an gemeinnützige Organisationen zu spenden) hat Großes vor.

Auf Instagram postete er ein Bild der Erde und verkündete in der Caption, 10 Milliarden US-Dollar seines Privatvermögens in den „Bezos Earth Fund“ zu stecken. Ziel dieses Funds sei es, die Auswirkungen des Klimawandels zu bekämpfen. „Die globale Initiative wird Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen und NGOs finanzieren, sowie alle anderen Bemühungen, eine echte Lösung für den Erhalt und Schutz unserer Welt zu finden“, so Bezos.

Klingt doch super, Kritik gab es jedoch schnell – von der eigenen Belegschaft.

Alles nur Greenwashing?

Auf Twitter lobte die Gruppierung „Amazon Employees For Climate Justice“ zwar das Engagement Bezos‘, warf Amazon jedoch vor, Öl- und Gasunternehmen zu helfen und Klimawandel leugnende Think-Tanks zu finanzieren. Außerdem sollen Mitarbeiter*innen, die schon früh auf die klimaschädliche Rolle des Konzerns öffentlich hingewiesen haben, mit einer Entlassung bedroht worden sein.

Im September 2019 hatte Amazon verkündet, bis 2040 CO2-neutral werden zu wollen. 100 Millionen Dollar sollen in Wiederaufforstungsprojekte fließen und die Stromversorgung bis 2030 komplett auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Ebenfalls bis 2030 sollen 100.000 E-Autos im Einsatz sein und Pakete ausliefern.


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