Datenanalyse beweist: Diese zwei Emojis deuten auf Suizid hin

Menschen, die vielleicht Depressionen oder andere mentale Probleme haben, benutzen oft Wörter wie „traurig“ oder „depressiv“. Well, not really. Eine amerikanische Krisen-Hotline hat durch datenbasierte Auswertungen herausgefunden, welche Schlagwörter auf eine lebensbedrohliche Lage, im schlimmsten Falle sogar auf Selbstmord, hinweisen können. Spoiler: Es ist nicht so oft das Wort „Suizid“, wie man vielleicht denken würde.

Die Analyse von Crisis Text Line zeigt, dass der Pillen-Emoji ( ?) 4-mal wahrscheinlicher benutzt wird, wenn es um eine lebensbedrohliche Situation geht, als das Wort „Suizid“ – und das weinende Gesichts-Emoji ( ?) erhöht die Wahrscheinlichkeit um knapp 1,6-mal. Jap.

Für die Datenauswertung wurden 129 Millionen Nachrichten aus den Jahren 2013 bis Ende 2019 ausgewertet und mithilfe von Algorithmen analysiert. Zu den Begriffen, die ebenfalls alarmierend sind, gehören ebenso „Ibuprofen“, „Excedrin“, „800 mg“ oder „bathtub“, welche Betroffene Amerikaner*innen auch benutzt haben.

Das KI-System hinter der Hotline priorisiert die Nachrichten von Individuen mit besonders hohem Risiko und kann dadurch im schlimmsten Fall sofort der Rettungsdienst kontaktieren.

Die gemeinnützige Suizid-Hotline zeigt damit, dass komplizierte Lebenslagen nicht immer explizit ausgesprochen werden. Eher, dass man den Kontext und die Hintergrund-Informationen der Individuen verstehen muss, die die Betroffenen per Chat mitteilen, um ihnen rechtzeitig Hilfe anbieten zu können.


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