My Home is my Office: Tipps für das Arbeiten von Zuhause aus unserer Facebook-Gruppe

Wer die Möglichkeit hatte, hat seinen Büroschreibtisch für die nächsten Wochen geräumt und sein Arbeits-Imperium ins eigene Zuhause verlagert. Einige sind bereits routiniert darin, für manche ist Homeoffice absolutes Neuland.

Sich aus dem Nichts auf die andere Arbeitsweise einzustellen, ist nicht einfach. Erst recht nicht, wenn man Kinder hat, auf die man derzeit aufpassen muss, weil Schulen und Kitas geschlossen sind und sich Szenarien in Wohnzimmern abspielen, die auf dem Chaos-Barometer ganz weit oben sind: Karl-Gustav beschmiert die Wände mit Filzstiften, Theodora-Serafina hat ihre Kinderserien schon durchgeschaut, Wilhelm hat absolut keinen Bock auf Homeschooling und die Vorgesetzten laden über Skype zum nächsten Meeting ein. Horror!

Wir haben unsere Leserschaft in unserer Facebook-Gruppe „Get Shit Done“ nach Tipps und Tricks fürs Homeoffice gefragt, damit ihr die nötige Inspiration habt, euren Alltag zu rocken:

Rituale für den Start in den Arbeitstag

Geht man ins Büro, herrscht bereits am frühen Morgen Highlife. Aufstehen, duschen, frühstücken und dann ab zur Bahn. Bis man im Büro ankommt, ist man der Müdigkeit ein Stück weit entflohen und der Kopf fällt nicht gleich auf die Tastatur. Im Homeoffice hingegen ist unser Bewegungsradius zwischen Küche und Bad ziemlich begrenzt. Man neigt dazu, den Tag ganz gemütlich anzugehen. Kann man machen, kann aber auch dazu führen, dass man nicht so wirklich in die Gänge kommt. Was da hilft, sind Rituale und Routinen.

Empfehlungen aus der Gruppe: Raus aus dem Schlafanzug, rein in die Jeans und den Morgen so gestalten als würde man ins Büro gehen. Wenn es die Wohnung hergibt, kann man seinen morgendlichen Kaffee als To-Go-Variante auf dem Balkon trinken oder man geht vor der Homeoffice-Session eine Runde spazieren, um so den Weg zur Arbeit zu simulieren. Wem das nicht reicht, kann nach dem Spaziergang noch die Bahnfahrt nachahmen, so wie der Dude auf dem Meme.

Kein 9-to-5-Tag

Im Homeoffice sind die größten Hindernisse wohl die permanente Möglichkeit, sich von allem ablenken zu lassen. Wäsche waschen wirkt plötzlich viel attraktiver als am Wochenende und Kaffeepausen macht man mindestens genauso viele wie im Büro. Damit man trotz allem einige Sachen von seiner To-Do-Liste streichen kann, empfiehlt unsere Gruppe, kürzere Arbeitsphasen einzuplanen. Serien- oder Filmlängen haben sich da bewehrt. Ist gleichzeitig auch kinderfreundlich.

Wir empfehlen euch: Packt euer privates Smartphone in eine Schublade und habt es nicht direkt neben eurem Laptop liegen. So werdet ihr nicht in Dauerschleife von irgendwelchen Whatsapp-Nachrichten und Corona-News abgelenkt.

Tools fürs Homeoffice, um connected zu bleiben

Wenn im Büro das Whiteboard die Flora der kollektiven Ideensammlung ist, dann wird es in den eigenen vier Wänden wohl sehnlichst vermisst. Aber es gibt auch gute digitale Alternativen. Unsere Gruppe empfiehlt hierfür Trello oder Jamboard.

Für die schnelle Kommunikation unter Kolleg*innen kann man auf Tools wie Slack, Microsoft Teams oder auch Bitrix zurückgreifen.

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Und wer den privaten Austausch zwischen den Büro-Mitinsass*innen vermisst, für den haben wir auch einen Tipp aus „Get Shit Done“: einen Video-Chat für Kaffeepausen, der 24/7 – oder während der typischen Arbeitszeit – offen ist. Da muss man sich nicht mal für den Schnack zwischendurch verabreden und bekommt auch mal andere Gesichter zu sehen als das von dem besten Büro-Buddy.

Die Kinder sind los

Die meisten sitzen nicht alleine isoliert im Homeoffice, sondern müssen sich ganz nebenbei auch noch um ihre Kinder kümmern, die momentan alles andere sind als ausgelastet. Neben den Arbeits-Sessions in Serien- und Filmlänge kam aus unserer Gruppe der Vorschlag, Kopfhörer aufzusetzen. Die signalisieren, dass gerade konzentriert gearbeitet wird und man nicht gestört werden möchte. Ob das klappt, ist natürlich vom Kind abhängig.

Beim Homeschooling wurde empfohlen, extra Zeiten am Tag einzuplanen, in denen man das Kind unterstützt, die Aufgaben für die Schule zu erledigen. In diesen Zeitraum sollte man sich bloß nicht Teile der eigenen Arbeit einplanen – außer stumpfes Mail sortieren vielleicht. Sind die Kinder schon älter, kann man feste Zeiten – wie in eine Sprechstunde – einplanen, in denen sie mit Fragen zu einem kommen können. Dies ist wichtig, damit man diese gebündelt klären kann und nicht permanent am Schreibtisch unterbrochen wird.

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Wer die Kinder gezwungenermaßen momentan mehr mit Medien beschäftigt als gewünscht und sich mit dem Thema digitale Medienbildung vertraut machen möchte, denjenigen empfiehlt ein Mitglied aus unserer Gruppe zudem den Podcast #nur30min.


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