Wie Unternehmen anderen durch die Krise helfen

Es gibt derzeit wohl kein Unternehmen, das nicht von der Corona-Krise betroffen ist. Das heißt aber nicht, dass es keine Firmen gibt, die versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Einige sind sogar dazu übergegangen, ihre Services kostenlos anzubieten – anderen helfen durch die Krise zu kommen, um so den Schaden für alle zu begrenzen.

„Wir sind im Überlebenskampf“, sagt Torsten Bendlin. Er ist einer der Gründer von „Valuedesk“. Das Bielefelder Startup hilft anderen Firmen, Kosten einzusapren und hat dafür eine KI-basierte Software entwickelt. Klar, dass das für viele Unternehmen gerade jetzt reizvoll sein kann. „Was sollen wir machen, wenn am Ende keine Mittelständler mehr da sind?“, fragt Bendlin. Immerhin: Bielefeld ist bekannt für genau diese Unternehmen, sie sind seine Kunden – und sie sind von den momentanen Ereignissen ebenso überfordert, wie alle anderen.

Ein kleiner Solidarbeitrag

Es hilft nur eines: „Wir müssen nach vorne gehen“, sagt Bendlin. Das heißt, aus der Not eine Tugend machen und Lösungen präsentieren, wie man jetzt Kosten senken kann. „Das ist ja unsere Kernkompetenz“, sagt er. Das Problem ist jedoch, dass Firmen jetzt natürlich keine Software kaufen. Also können sie die Software von „Valuedesk“ jetzt umsonst nutzen. „Das ist unser Solidarbeitrag“, sagt Bendlin.

Torsten Bendlin, Gründer von „Valuedesk“: „Das ist unser Solidarbeitrag“.

Die Software, die „Valuedesk“ anbietet, hilft Unternehmen, Ideen für Potenziale zur Finanzoptimierung aufzudecken und umzusetzen und Kollegen miteinander zu vernetzen. „Uns geht es darum, dass Ideen auch realisiert werden. Vieles versandet sonst in den Köpfen oder in den Exceltabellenin der Firmen“, sagt Bendlin.

Eines ist klar, auch „Valuedesk“ muss Geld verdienen, Mitarbeiter*innen und Miete bezahlen. Bendlin: „Wir hoffen natürlich, dass wir dadurch am Ende Kunden dazugewinnen.“ Doch sei das erstmal zweitrangig. Wichtiger sei, jetzt zu reagieren und zu retten, was zu retten ist.

Jetzt heißt es, der Mission zu folgen

„Valuedesk“ ist mit dieser Haltung nicht allein. Auch das Hamburger Startup „COYO“ will anderen Unternehmen durch diese harte Zeit helfen. „COYO“ baut Social-Intranets für große Konzerne. Man kann sich das vorstellen wie Facebook – nur eben für Mitarbeiter*innen. „Die Ereignisse haben sich überschlagen“, sagt Jan Marquardt. Er ist der CEO von „COYO“, und: „Die Idee, zu helfen kam nicht aus dem Management, sondern aus dem Team.“ Als immer mehr Unternehmen ihre Mitarbeiter*innen ins Homeoffice geschickt haben und klar war, dass die Firma selbst nicht so schlimm betroffen sein würde, haben sie ein Hilfspaket geschnürrt.

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