Werbung Next Level: S-Bahn Berlin bringt eigene Webserie namens „Das Netz“ raus

Attention Economy ist das Wettbewerbsfeld der Digitalisierung. Die Aufmerksamkeit von Menschen wird als knappes, jedoch wertvolles Gut erachtet. Deswegen sind Unternehmen dazu angehalten, sich im Netz bemerkbar zu machen, um nicht in der breiten Masse unterzugehen.

Das bestätigt auch S-Bahn-Marketingchef Heiko Lindner: „Um in der überfluteten Marketingwelt sein Ziel zu erreichen, sollte man heute mutig, innovativ und experimentell am Puls der Zeit sein.“

Weil es geniale Werbespots mittlerweile wie Sand am Meer gibt, setzt S-Bahn Berlin gemeinsam mit der Agentur fischerAppelt play einen drauf und produzierte als neue Imagekampagne die Webserie „Das Netz“, die heute Premiere hat.

„4 Blocks“ als Vorlage

Schaut man in die Serie rein, könnte man meinen, es handele sich um neue Trailer für eine Staffel von „4 Blocks“. Die Assoziation kommt nicht von ungefähr. Schließlich dient die Serie als Vorlage für die Imagekampagne. Zudem sind drei bekannte Gesichter der Serie mit dabei: Rauand Taleb, Sami Nasser und Amer El-Erwadi.

„Wir haben etwas gesucht, das in Berlin spielt, das bei einer breiten, jungen Zielgruppe bekannt und beliebt ist und es soll natürlich unterhaltsam sein. Der Ansatz, ein bestehendes Serienformat zu wählen, hat uns überzeugt und deshalb haben wir uns auf dieses Experiment eingelassen“, sagt Lindner.

Typisch Berlin

Darum geht’s in „Das Netz“: Alim träumt davon, sich als App-Entwickler mit einem eigenem Startup selbstständig zu machen. Doch seine Familie spannt ihn in einem ganz anderen Karrierezweig ein, nämlich als Lieferant für das etwas zwielichtige, familiengeleitete Baklava-Unternehmen. Als Transportmittel seiner Wahl dient die S-Bahn.

Die fünf Episoden spielen hauptsächlich in Neukölln. „Um den Rahmen des bestehenden Serienformats nutzen zu können, haben wir Originaldrehorte genutzt, beispielsweise die Bäckerei El Salam in der Wildenbruchstraße, die auch Drehort unseres Vorbilds ‚4 Blocks‘ gewesen ist“, so Lindner. Die vielen Klischees deuten bereits darauf hin, dass die Serie „Das Netz“ mit viel Selbstironie und einem dicken Augenzwinkern anzuschauen ist.

Was sich S-Bahn Berlin durch die Imagekampagne verspricht? „Mit dieser Kampagne möchten wir die S-Bahn als ein Berliner Original positionieren. Die Geschichte, die wir erzählen, ist halt typisch Berlin. Wir wollen zeigen, dass wir zeitgemäßes und modernes Marketing können, aber gleichzeitig ein Unternehmen sind, das mit seiner Qualitätsoffensive reale Verbesserungen für seine Fahrgäste erzielt hat“, erklärt Lindner.

Hochwertig produziert und kostenlos auf Youtube

Wer „4 Blocks“ gesehen hat, weiß, dass die Hauptdarsteller authentisch sind. Auch die Webserie ist qualitativ hochwertig produziert. Unser Lieblingssatz bisher: „Wenn der Teig nicht mehr knuspert, dann ist es nicht mein Beyond Baklava.“ Beim Anschauen vergisst man glatt, dass es sich immer noch um Werbung handelt, wäre da nicht die kurze Werbepause in der Werbung. Meta!

Hier könnt ihr die erste Folge sehen. Wir wollen nicht zu viel verraten, aber Rapper Romano wird in der Bahn mit Greta Thunberg verwechselt. Das sagt eigentlich schon alles. Wer schon mal in der Hauptstadt mit den Öffis gefahren ist, weiß, dass nichts unmöglich ist und man dort die seltsamsten Dinge erlebt. Dit is Berlin!

Die weiteren vier Episoden à fünf Minuten gibt es kostenlos auf Youtube zum Schnellbingen.


Nicole Plich

Nicole studiert den Klassiker „Irgendwas mit Medien” und hat noch den idealistischen Anspruch mit Wörtern die Welt zu bewegen. Wenn sie im Internet mal nicht nach lustigen Donald Trump-Memes sucht oder Fantheorien zu Game of Thrones liest, interessiert sie sich für Popkultur, Wirtschaft und was im Bundestag so vor sich geht.

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