Kino auf dem Wasser: Paris macht das absolut Beste aus Social Distancing

Ja, trotz vieler Lockerungen sind die Zeiten für einige Branchen noch immer hart. Vor allem der Kulturbereich ist auf jede Menge Unterstützung angewiesen. Aber jetzt mal ehrlich: Wer hat wirklich Bock auf Autokino oder – schlimmer noch – Autokonzerte?

Einen Film durch die schmierige Frontscheibe schauen, während man bei 30 Grad auf den Ledersitzen festklebt? Sich ein Konzert geben, bei dem die Band auf der Bühne rumspringt, während man auf einer kahlen Freifläche im akkurat geparkten Auto sitzen muss und so gar keine Stimmung aufkommt? Dann lieber gleich lassen, oder?

Das Plakat zur Veranstaltung ©  Cinéma sur l’Eau

Zum Glück hat sich jemand in Paris etwas viel, viel Besseres ausgedacht: Cinéma sur l’Eau – ein Kino auf dem Wasser. Und zwar auf dem Bassin de la Villette, einem riesigen künstlichen Wasserbecken, das zwei Pariser Kanäle miteinander verbindet. Am Ufer wird eine 16 x 9 Meter große Leinwand aufgestellt, und die Zuschauer*innen gucken den Film in kleinen Elektrobooten vom Wasser aus. Wegen ihrwisstschonwas natürlich mit gebührend Abstand zueinander.

Das Cinéma sur L’Eau findet erstmals am 18. Juli statt, wo die Tragikomödie „Le Grand Bain“ – „Ein Becken voller Männer“ gezeigt wird. Anlass ist die Eröffnung der Paris Plages, der Sandstrände, die jeden Sommer auf den Flaniermeilen entlang der Seine aufgeschüttet werden. Palmen, Liegen und Sonnenschirme inklusive.

Der Trailer zu „Le Grand Bain“

Kaufen kann man die Tickets für das Floating Cinema nicht, sie werden ausschließlich verlost. Leider dürften die Chancen, tatsächlich zu gewinnen, nicht allzu groß sein, denn es stehen nur 38 Bootsplätze zur Verfügung. Zwar werden zusätzlich 150 Liegestühle am Flussufer aufgestellt, aber das ist ja dann nur der halbe Spaß.

Trotzdem natürlich eine großartige Idee! Kann es solche Floating Cinemas bitte demnächst überall geben?


Business Punk Redaktion

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