Penny eröffnet ersten Nachhaltigkeits-Store und zeigt, was Lebensmittel eigentlich kosten müssten

Um der Kundschaft das Thema Nachhaltigkeit direkt beim Einkaufen näher zu bringen, hat die Marke Penny einen neuen Coup gelandet: In Berlin-Spandau steht der erste Nachhaltigkeits-Erlebnismarkt.

Wie bleiben Lebensmittel im Kühlschrank länger frisch? Wie viele Produkte befinden sich noch in den Regalen, wenn es keine Bienen mehr gibt? Und vor allem: Was ist der eigentliche Preis von Lebensmitteln? Im Store finden sich 20 Stationen, die diese wichtigen Aspekte und weitere interaktiv aufgreifen.

Lebensmittel sind zu billig

Keine Überraschung: Unsere Lebensmittel werden viel zu billig verkauft. Bei der Erzeugung, der Weiterverarbeitung, dem Transport und Konsum entstehen Kosten, die im Verkaufspreis nicht einberechnet sind. Zum Beispiel müssen wir nicht für die Folgekosten des Einsatzes von Stickstoff, des Ausstoßes von Treibhausgasen, des Einsatzes von Energie und der Nutzung von Geräten in der Landwirtschaft zahlen.

Gemeinsam mit der Universität Augsburg hat die Discounterkette für acht Produkte der Eigenmarke berechnet, um wieviel Prozent die Preise steigen würden, wenn man die oben genannten versteckten Kosten miteinberechnen würde. Durchgespielt haben sie das Ganze für Bio-Artikel und konventionelle Artikel.

Man sieht: Sowohl bei Bio-Lebensmitteln also auch Nicht-Bio-Lebensmitteln müsste man die die Preise anheben, wenn man die entstandenen Schadkosten ausgleichen will. Heißt, durchschnittlich müssten die acht aufgelisteten Produkte pro Kilogramm 2,30 Euro mehr Kosten.

Hier die versteckten Kosten aufgedröselt am Beispiel von Fleisch:

„Die aktuellen Verkaufspreise für Lebensmittel spiegeln die Kosten der Umweltfolgen von Stickstoff, Klimagasen und Energieerzeugung nicht oder nur unzureichend wider. Die Schadkosten fallen aber dennoch an, eben nur versteckt. Unsere Berechnungen zeigen das Delta auf. Wobei wir weitere wichtige Aspekte wie Tierwohl oder die Folgen multi-resistenter Keime mangels entsprechenden Datengrundlage noch gar nicht mit einbezogen haben“, heißt es von Dr. Tobias Gaugler vom Institut für Materials Resource Management an der Universität Augsburg in der offiziellen Pressemitteilung.


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