Wissenschaftler macht aus Kaffeemaschine einen Erpresser, der Lösegeld verlangt

Die Kaffeemaschine – ein Gerät, das uns zuverlässig mit dem nötigen Koffeeinkick versorgt. Sie ist die Quelle des Lebenselexiers namens Kaffee. Sie ist unverzichtbar und nicht aus der Küche wegzudenken. Sie fängt uns auf, wenn wir mal wieder durchdrehen.

Nicht auszumalen, was passieren würde, wenn die Kaffeemaschine gehackt wird und selbst nicht mehr auf ihre Funktionen klar kommt. Geht nicht? Geht wohl. Martin Hron, Wissenschaftler bei der Firma Avast, hat genau das gemacht.

Er und sein Team machten aus einer Kaffeemaschine, die sich über eine App steuern lässt und ans Internet angebunden ist, eine Erpressermaschine, die Lösegeld verlangt. Die einzige Lösung sie zu stoppen? Stecker ziehen. Dafür waren keine besonders herausragenden Hack-Künste notwendig.

Auf seinem Blog erklärt Hron, dass alle, die Zugang zum Netzwerk und zur IP-Adresse der Kaffeemaschine haben, diese kontrollieren können. Keine Verschlüsselungen, keine Authentifizierungen, keine Autorisierungen – nichts. Ein bisschen Ahnung von Codes schreiben und ihrer Decodierung sollte man allerdings schon haben, um die Kaffeemaschine upzudaten.

Doch nicht ganz so smart?

Das Experiment führte Hron an einem Modell der Firma Smarter durch, das aufgrund der Sicherheitslücken nicht mehr verkauft wird. Die Kaffeemaschine ist jedoch nicht das einzige Gerät, auf dem so etwas möglich ist. Hron führt in seinem Blog an, dass viele smarte Geräte nicht sicher sind. Daher sind auch regelmäßige Updates notwendig. Macht man das nicht, bleiben die Sicherheitslücken bestehen.

Hron formuliert das Problem mit den Geräten, auf denen ältere Softwareversionen laufen, so: „Wir schaffen eine Armee von Geräten, die für Zwecke wie Netzwerkeinbrüche, Datenlecks und Lösegeld-Angriffe missbraucht werden können.“

Klingt nicht so rosig. Wir stellen uns gerade einen Horrorfilm vor, in dem plötzlich Wasser aus der Kaffeemaschine kommt und der smarte Kühlschrank droht, uns verhungern zu lassen, wenn wir nicht seinen Anweisungen folgen. Flackerndes Licht und Telefonklingeln sind ja sowas von 90er.


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