Fliegende Sanitäter*innen: Britische Bergrettung testet Jetsuit aus

Was im ersten Moment ein wenig an den Anzug von Iron Man erinnert, könnte in Zukunft Notärzt*innen zu Superheld*innen machen. Die britische Bergwacht GNAAS testet derzeit einen Jetsuit des Unternehmens Gravity Industries zur Fortbewegung im Lake-District-Nationalpark Großbritanniens.

Aufgrund der bergigen Landschaft ist es für die Sanitäter*innen bisher schwierig, in kurzer Zeit am Unfallort zu sein. Andy Mawson, Betriebsleiter der GNAAS, erklärt, dass es zu Fuß bis zu 30 Minuten dauern könne, bis die Rettungskräfte bei den Patient*innen ankommen. Durch den Jetsuit verkürze sich die Zeit auf 90 Sekunden bis zwei Minuten.

Helikopter können sich in dem Terrain des Nationalparks durch Hügel und Täler nur schwierig fortbewegen und benötigen so viel mehr Zeit zum Suchen der Verunglückten. Mawson sieht dem Einsatz des Jetsuits zuversichtlich entgegen: „In vielen Fällen könnte dies das Leiden der Patient*innen lindern. In einigen Fällen könnte es Leben retten“.

Die Jetpack-Bergretter*innen sollen mit Defibrillatoren und starken Schmerzmitteln ausgestattet werden, um so schnell erste Hilfe vor Ort leisten zu können. Mit Hilfe von Rauchfackeln kann dann weitere Unterstützung per Helikopter an den Unfallort gelotst werden.

Der Jetsuit besitzt zwei Düsentriebwerke an den Armen und ein Düsentriebwerk auf dem Rücken. Die Rettungskräfte können so allein durch Handbewegungen die Flugrichtung steuern.


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