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Die 10 Facts des guten Designs

Die 10 Facts des guten Designs

Warum werden manche Produkte ein voller Erfolg und andere nicht? Und was macht eigentlich einen Design-Klassiker aus? Hier 10 Facts, die jeder über gutes Design wissen sollte.

Wenn wir über gutes Design sprechen, fällt früher oder später das Wort „Klassiker“. Denn, gutes Design – egal, welcher Produktkategorie es angehört – ist zeitlos und überdauert jeden Trend.  

Einem, dem diese zeitlose und zugleich innovative Ästhetik immer wieder besonders gut gelang, ist der ehemalige BRAUN-Chefdesigner Dieter Rams (Head of Design BRAUN: 19611995). Denn egal, ob es der legendäre Schneewittchensarg, die weltberühmte Zitruspresse oder der ikonische Taschenrechner ist – Design by Dieter Rams ist ein Versprechen für Funktionalität und Langlebigkeit. Das Geheimnis seines Erfolgs?  

Dieter Rams selbst brachte es ziemlich genau auf den Punkt: „Weniger, aber besser“ – ein Credo, das bei BRAUN auch noch Jahre später als Leitsatz für erfolgreiches Produktdesign gilt. Simplicity is the key. 

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Radio Tischsuper RT 20, 1961, von Dieter Rams für BRAUN
Media Source: BRAUN
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Radio-Phono-Kombination TP 1, 1959, von Dieter Rams für BRAUN
Media Source: BRAUN
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Elektrische Zitruspresse MPZ 22, 1972, von Dieter Rams und Jürgen Greubel für BRAUN
Media Source: BRAUN
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Der Weltempfänger T 1000, 1963, von Dieter Rams für BRAUN
Media Source: BRAUN
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Lautsprecher LE1, 1959, von Dieter Rams für BRAUN
Media Source: BRAUN
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Design-Edition: der Series 9 Rasierer mit exklusivem Reise-Etui
Media Source: BRAUN

Was genau sich hinter Simplicity verbirgt, erklärte Dieter Rams später anhand seiner 10 Thesen für gutes Design: 

1. Gutes Design ist innovativ 

Die Möglichkeiten für Innovationen sind längst nicht ausgeschöpft. Die technologische Entwicklung bietet immer wieder neue Ausgangspunkte für zukunftsfähige Gestaltungskonzepte, die den Gebrauchswert eines Produkts optimieren. Dabei entsteht innovatives Design stets im Zusammenschluss mit innovativer Technik und ist niemals Selbstzweck.  

2. Gutes Design macht ein Produkt brauchbar 

Man kauft ein Produkt, um es zu benutzen. Es soll bestimmte Funktionen erfüllen – Primärfunktionen ebenso wie ergänzende psychologische und ästhetische Funktionen. Gutes Design optimiert die Brauchbarkeit und lässt alles unberücksichtigt, was nicht diesem Ziel dient oder ihm gar entgegensteht.  

3. Gutes Design ist ästhetisch 

Die ästhetische Qualität eines Produkts ist integraler Aspekt seiner Brauchbarkeit. Denn Geräte, die man täglich benutzt, prägen das persönliche Umfeld und beeinflussen das Wohlbefinden. Schön sein kann aber nur, was gut gemacht ist.  

4. Gutes Design macht ein Produkt verständlich 

Es verdeutlicht auf einleuchtende Weise die Struktur des Produkts. Mehr noch: Es kann das Produkt zum Sprechen bringen. Im besten Fall erklärt es sich dann selbst. 

5. Gutes Design ist unaufdringlich 

Produkte, die einen Zweck erfüllen, haben Werkzeugcharakter. Sie sind weder dekorative Objekte noch Kunstwerke. Ihr Design sollte deshalb neutral sein, die Geräte zurücktreten lassen und dem Menschen Raum zur Selbstverwirklichung geben. 

6. Gutes Design ist ehrlich 

Es lässt ein Produkt nicht innovativer, leistungsfähiger, wertvoller erscheinen, als es in Wirklichkeit ist. Es versucht nicht, den Verbraucher durch Versprechen zu manipulieren, die es dann nicht halten kann. 

7. Gutes Design ist langlebig 

Es vermeidet, modisch zu sein, und wirkt deshalb nie antiquiert. Im deutlichen Gegensatz zu kurzlebigem Modedesign überdauert es auch in der heutigen Wegwerfgesellschaft lange Jahre. 

8. Gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail 

Nichts darf der Willkür oder dem Zufall überlassen werden. Gründlichkeit und Genauigkeit der Gestaltung sind letztlich Ausdruck des Respekts dem Verbraucher gegenüber.  

9. Gutes Design ist umweltfreundlich 

Design leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt. Es bezieht die Schonung der Ressourcen ebenso wie die Minimierung von physischer und visueller Verschmutzung in die Produktgestaltung ein. 

10. Gutes Design ist so wenig Design wie möglich 

Weniger Design ist mehr, konzentriert es sich doch auf das Wesentliche, statt die Produkte mit Überflüssigem zu befrachten. 

Zurück zum Puren, zum Einfachen! 

Dieter Rams, Head of Design BRAUN von 1961 bis 1995. Copyright: BRAUN

Über Dieter Rams:  

Er zählt zu den bedeutendsten und weltweit bekanntesten Industriedesignern. Seine Entwürfe sind zeitlos, hochfunktionell und überzeugen mit einer reduzierten, minimalistischen Ästhetik. Sein Design hat zahllose moderne Designs beeinflusst, wie etwa das Apple iPod von Jonathan Ive. Meilensteine von ihm und seinem Team sind im Museum of Modern Art (New York), dem Centre Pompidou (Paris) und dem Museum Angewandte Kunst (Frankfurt) ausgestellt. Die Ausstellung „Less and More“, die sein Lebenswerk präsentiert, wurde 2009–2012 in Osaka, Tokio, London, Frankfurt, Seoul und San Francisco gezeigt und von über 370 000 Besuchern besucht. 

Dieter Rams implementierte seine Design-Regeln im Laufe von drei Jahrzehnten als Leiter des Designs bei BRAUN, was entscheidend dafür war, dass BRAUN eine weltweit renommierte Marke wurde.  

Hier findet ihr alle Texte zum Thema 100 Jahre BRAUN und Design.

Mehr über BRAUN, Dieter Rams und echte Design-Klassiker gibt es auch in unserem Video-Talk und unter: braun.de https://www.braun.de/de-de/max-braun-100-jahre/timeline 
 

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