Innovation & Future Ottobahn: So soll die Schwebebahn der Zukunft aussehen

Ottobahn: So soll die Schwebebahn der Zukunft aussehen

Ottobahn geht das Konzept des Verkehrs über der Straße anders an: als Schienen-Gondelsystem. Es baut auf bekannten und erforschten Prinzipien auf: „Die grundlegende Ingenieursleistung zur Rad-Schiene-Technologie wurde schon vor über 100 Jahren erbracht“, sagt Schindler. Eine Idee, die smart und zukunftsweisend auf vergangenen Leistungen aufbauen soll.

Marc Schindler von Ottobahn

Diese Herangehensweise spiegelt sich auch gleich im Namen des Unternehmens wider: Ottobahn ist einem Bericht des „Handelsblatts“ zufolge auf Bayerns Herzog Otto I. zurückzuführen. Als Erfinder Frank Heinrich – der Kopf hinter der Idee – nach einem geeigneten Namen suchte, sollte der die Heimat Bayern vermitteln, aber eben auch international einen starken Klang entwickeln können. Die Lautnähe zum weltbekannten deutschen Gut „Autobahn“ ist sicherlich hilfreich.

250 Stundenkilometer

Prinzipiell wären die Kabinen sogar auf eine Geschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde ausgelegt, würden also nicht zu viel versprechen. Doch in den nächsten Jahren sind sie zunächst für Kurzstrecken angedacht und werden daher langsamer verkehren – erst einmal gilt es, genügend Testkilometer zusammenzubekommen und auszuwerten, um für den Weg nach vorn Erkenntnisse zur Umsetzbarkeit im großen Maßstab zu sammeln.

Es ist ein interessanter und unerwarteter Wurf in einem Land, das sich vor rund 30 Jahren entschied, dass es mit dem Schienenzug Transrapid dann doch kein zukunftsträchtiges Vorhaben am Start hätte. Und in dem Vergleich erkennt man auch die schiere Größe des Vorhabens.

Immerhin wird ein massiver Aufbau von Strecken-Infrastruktur vonnöten sein: Gleise, Träger, Stationen. Schätzungen gehen von Baukosten von rund 5 Mio. Euro pro Kilometer aus – einem Betrag, der allerdings weit unter den Kosten für U-Bahnen liegt. Dort fällt für eine solche Entfernung normalerweise das Zehn- bis 20-fache an.

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