Life & Style Neues Gesetz in UK: Verbot von Werbung für Schönheits-OPs in Jugendmedien

Neues Gesetz in UK: Verbot von Werbung für Schönheits-OPs in Jugendmedien

Letzte Woche ging ein Video von Rezo viral, in welchem er die Sendung „Germany’s Next Topmodel“ stark kritisiert und problematische Aspekte der Show thematisiert. Under anderem wird in seinem Video auf einen Bericht des Bundesfachverbandes für Essstörungen hingewiesen, in dem herausgefunden wurde, dass „für fast ein Drittel der Betroffenen die Sendung entscheidend für die eigene Krankheitsentwicklung war“. Denn die Schönheitsideale, die in der Sendung gezeigt werden, führen dazu, dass sich junge Mädchen einreden, sie müssten dünn sein, um als schön zu gelten. Er fordert am Ende auf, dass die Sendung gecancelt werden sollte, da sie offensichtlich auf vielen Ebenen schädlich für Jugendliche sei.

Das neue Gesetz gilt auch für Instagram und TikTok

Um die Jugendlichen in ihrem Land vor dem Druck, mit ihrem Körper einem Ideal zu entsprechen, zu schützen, ist nun in Großbritannien ein neues Gesetz in Kraft getreten, welches Werbung für Schönheits-OPs verbietet. Seit Mai 2022 dürfen nun keine Werbeanzeigen mehr für Eingriffe wie Brust-OPs, Bauch- und Augenlidstraffung, Nasenkorrekturen, Behandlungen zur Hautverjüngung, Laser- oder Lichtbehandlungen sowie Produkte zur Zahnaufhellung in Zeitschriften, TV-Programmen und Radio geschaltet werden, die sich an unter 18-Jährige richten oder von dieser Altersgruppe verstärkt konsumiert werden. Was andere Medien betreffe, so teilte der britische Werberat „Committee of Advertising Practice“ (CAP) laut BBC mit: „In other types of media, these ads are banned from content geared to under-18s or where they make up over 25 Procent of the audience.“ Heißt also: Das Gesetz gilt auch für Instagram und TikTok.

Kosmetische Eingriffe für U18-jährige waren bisher eh verboten in UK, doch das Gesetz, nun auch gezielt die Werbung dafür zu canceln, ist ein großer aber unerlässlicher Schritt laut CAP, da in der Altersgruppe eine starke negative Körperwahrnehmung herrsche und sich dies auf das Selbstwertgefühl, Wohlbefinden und die psychische Gesundheit der Teenager auswirke. Dieses Gesetz bezieht sich zwar nur auf Werbung und nicht auf Unterhaltungsformate wie GNTM, doch es ist ein erster Schritt, um die junge Zielgruppe zu schützen, mit falschen Schönheitsidealen groß zu werden.

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