Leadership & Karriere „Viel mehr als Dauerwerbesendung“ – Isa Daur und Ann-Katrin Schmitz über die Baby got Business Konferenz

„Viel mehr als Dauerwerbesendung“ – Isa Daur und Ann-Katrin Schmitz über die Baby got Business Konferenz

Mit der Konferenz Baby got Business am 14. Oktober in Hamburg wollen Isa Daur und Ann-Katrin Schmitz den Austausch zwischen Marken und Creators fördern – und zwar nicht all-female. Wir sind offizieller Medienpartner der Baby got Business Konferenz und haben im Interview mit den beiden Gründerinnen über die Idee und das Programm gesprochen.

Frau Schmitz, Frau Daur, woher kam die Idee zur Konferenz?

Schmitz: Ich mache seit fast zehn Jahren Influencermarketing, und mir hat immer eine Veranstaltung gefehlt, auf der ich mich selbst informieren kann. Natürlich gibt es diverse Digitalmessen in Deutschland, aber es gibt keine Konferenz, die sich explizit mit Social Media und Influencermarketing beschäftigt. Die Idee und der Anspruch unserer Konferenz ist es, langfristig genau diese Lücke zu schließen.

Welche Expertise bringen Sie mit?

Schmitz: Isa und ich sind in unserem Daily Business häufig das Bindeglied zwischen Marken und Creators. Dadurch entstehen immer wieder Spannungsfelder. Diese möchten wir mit der Konferenz auffangen, thematisieren und insbesondere den persönlichen Austausch zwischen beiden Parteien fördern.

Was kam dabei zuerst: Themen oder die Speaker?

Daur: Normalerweise fragen wir erst die Menschen, potenzielle Sponsorinnen und Sponsoren sowie Partnerinnen und Partner, ob sie dabei sein möchten. Anschließend wählen sie ein Thema. In diesem besonderen Fall haben wir aber erst die Themen festgelegt. Der Fokus der Konferenz liegt ganz klar auf dem inhaltlichen Mehrwert.

Schmitz: Dann hat sich relativ schnell herauskristallisiert: Einfache Keynotes von 30 Minuten entsprechen nicht meinem persönlichen innovativen Anspruch, wie ich Wissen vermitteln möchte.

Welchen Nachteil haben Ihrer Meinung nach klassische Keynotes?

Schmitz: Was alle in der Branche verbindet, ist der Anspruch an Ästhetik und Kreativität. Die Branche lebt von Kreativität, von kreativer Werbung. Deswegen können wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht in einen Konferenzraum eines großen Hotels packen und sagen: So, wir setzen uns jetzt alle hin, schauen uns acht Keynotes an, und danach sind wir schlauer.

Wie ist das Programm aufgebaut?

Schmitz: Die Vertreterinnen und Vertreter der Marken halten eine klassische Keynote, in der sie Learnings und Insights zu den jeweiligen Themen weitergeben. Im Anschluss kommen Creators auf die Bühne, und alle gehen in den gemeinsamen Austausch. So geben die Creators First-Hand-Tipps aus ihrer Praxis und zeigen ihre Sicht auf die Dinge.

Welche Unterscheidungsmerkmale soll Ihre Konferenz noch bieten?

Daur: Es wird auf der Konferenz keine klassischen Werbe- oder Messestände geben. All unsere Partnerinnen und Partner sind inhaltlich eingebunden. Wir sind so viel mehr als eine Dauerwerbesendung. Die Konferenz ist ein Invest in die gemeinsame Zukunft.

Wie ist das Line-up aufgestellt?

Schmitz: Mir ist wichtig, dass wir nicht mit einem riesengroßen Line-up und ausschließlich namhaften Speakerinnen und Speakern rausgehen, sondern die Personen finden, die die schlauesten und besten Antworten zu den kuratierten Themen geben. Ich bin sicher, die haben wir für uns gefunden.

Von der Ausrichtung und dem Namen her könnte man meinen, es sei eine Female-only-Konferenz. Warum ist sie das nicht?

Daur: Nur weil Anni und ich beide Frauen sind, sprechen wir nicht nur Frauen an. Wir stehen zu 100 Prozent für Female Empowerment. Klar. Aber es ist nicht der Fokus der Konferenz.

Schmitz: Ich weiß gar nicht, warum diese Frage so oft gestellt wird. Wir möchten Wissen vermitteln, Trends und neue Entwicklungen beleuchten.

Wie behält man beim Großprojekt die Motivation?

Schmitz: Der größte Hebel ist, dass du am Ende unbedingt ein Problem lösen möchtest. Dieses Problem muss eine so große Relevanz für dich besitzen, dass du es machst, weil es sonst niemand macht.

Daur: Ich arbeite seit neun Monaten an der Konferenz. Es gibt hier gar kein Zurück mehr. Und: Es gibt für alles eine Lösung.

Dieser Text stammt aus unserer Ausgabe 5/22. Wir haben 7 Hot Takes zur Karriere von morgen, die euch Feuer geben, ohne dass der Burnout droht. Außerdem: iPod-Macher Tony Fadell über Parties mit Steve Jobs, ferngesteuerte Spermien, Lush-Seifenoper mit Gründer Mark Constantine. Hier geht es zur Bestellung – oder ihr schaut am Kiosk eures Vertrauens vorbei.

Das könnte dich auch interessieren

For Women in Science: „Uns fehlen Role Models in der Wissenschaft“ Leadership & Karriere
For Women in Science: „Uns fehlen Role Models in der Wissenschaft“
Wagniskapital-Fonds Visionaries Club: „Selber Gründer zu sein, das ist uns wichtig“ Leadership & Karriere
Wagniskapital-Fonds Visionaries Club: „Selber Gründer zu sein, das ist uns wichtig“
In diesen zehn Berufsgruppen gibt es die meisten freien Stellen Leadership & Karriere
In diesen zehn Berufsgruppen gibt es die meisten freien Stellen