Life & Style Die Kunst des Slow Livings: Wie man bewusster lebt und das Leben in vollen Zügen genießt

Die Kunst des Slow Livings: Wie man bewusster lebt und das Leben in vollen Zügen genießt

Das Konzept des Slow Livings

Slow Living kann ein Auweg aus diesem Teufelskreis bedeuten. Wie funktioniert das Konzept also?

  • Abschalten und Durchatmen: Slow Living ist wie eine Einladung zum Entschleunigen. Es ermutigt dazu, bewusster durchs Leben zu gehen, sich Zeit zu nehmen und den Moment zu genießen, anstatt sich von der Hektik des Alltags mitreißen zu lassen. 
  • Bewusstes Sein: Im Slow Living steht Achtsamkeit im Mittelpunkt. Es geht darum, wirklich präsent zu sein, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und die kleinen Dinge im Leben zu schätzen, ohne ständig abgelenkt zu werden.
  • Genussvolles Leben: Slow Living bedeutet auch bewusst zu genießen. Das betrifft nicht nur das Essen, sondern auch andere Lebensbereiche wie die Natur, Kunst und zwischenmenschliche Beziehungen. Es geht darum, die kleinen Momente zu zelebrieren und das Leben bewusst zu erleben.
  • Nachhaltigkeit im Fokus: Die Philosophie des Slow Living strebt nach einem nachhaltigen Lebensstil. Das bedeutet, bewusst mit Ressourcen umzugehen, sei es beim Essen, bei der Auswahl von Produkten oder bei der Nutzung von Energie.

Insgesamt fördert Slow Living ein ausgewogenes und erfüllendes Leben, das nicht von der Schnelllebigkeit und oberflächlichem Konsum geprägt ist. Es geht darum, eine tiefere Verbindung zu sich selbst, zur Umwelt und zu den Mitmenschen zu entwickeln und das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Wie Slow Living aus der Slow Food Bewegung hervorging

Fast Food in Italien? In einem Land, in dem man sich traditionell Zeit zum Essen nimmt und Mahlzeiten als gemeinschaftliches Erlebnis betrachtet? Das ging Carlo Petrini gegen den Strich. Seine Antwort darauf war ein Protestessen mit traditionellen italienischen Gerichten auf der Spanischen Treppe in Rom. Er wollte den „Kulturbanausen“ zeigen, wie echtes Essen schmeckt.

Für Petrini ist Genuss eine Frage der Zeit und hat nichts mit schnellem, standardisiertem Essen zu tun, das in fünf Minuten aus Pappschachteln verschlungen wird. Deshalb war er besorgt um die italienische Küche. 2006 gründete er offiziell die Slow Food Bewegung. Seitdem ist sie zu einer internationalen Vereinigung mit etwa 80.000 Mitgliedern herangewachsen.

Slow ist auch ein Akronym für Nachhaltigkeit, Regionalität, Biologisches und Ganzheitliches. Das Logo von Slow Food, die Weinbergschnecke, symbolisiert die Langsamkeit. Slow Food setzt sich für genussvolles und bewusstes Essen ein, das kulturell wertgeschätzt wird, und fördert regionale und saisonale Küche sowie lokale Herstellung unter fairen Arbeitsbedingungen.

Zuerst ging es also darum, mehr Zeit für die Zubereitung und den Genuss von Essen aus hochwertigen Zutaten zu nehmen. Dann wurde die Idee weiterentwickelt: Wenn wir uns Zeit zum Essen nehmen, warum nicht auch für andere Bereiche des Lebens? So war das Konzept des Slow Livings geboren. Denn wer sich Zeit für gutes Essen nimmt, entwickelt auch eine andere Einstellung zur Zeit und zu den Dingen, die wirklich wichtig sind. Es ist jedoch nicht immer einfach und gelingt nicht jeden Tag. Aber es lohnt sich, es auszuprobieren.

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