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Trump will KI neu branden: „Super Intelligence“ statt „Artificial Intelligence“

Donald Trump
Shutterstock / Chip Somodevilla Donald Trump
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Lesezeit4 Min · 774 Wörter
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Trump verteidigt bei der UN-Generaldebatte den Iran-Krieg, droht Teheran erneut mit „Hölle“ und erklärt KI-Risiken zur Lüge; samt Plan, den Begriff KI umzubenennen.

Donald Trump stellte Iran vor der UN-Vollversammlung in New York eine Wahl: ein Abkommen oder die Vernichtung der „Islamischen Republik“, wie WirtschaftsWoche berichtet. Wähle Teheran den Krieg, lande das Land in der „Hölle, ohne Überlebenschance und ohne Hoffnung auf zukünftige Größe“, sagte Trump. Er zeigte sich zugleich zuversichtlich, dass Iran nach den US-Zwischenwahlen am 3. November ein Abkommen abschließen werde.

Zusätzlich behauptete er, die amerikanische Rüstungsindustrie fahre die Produktion derart hoch, dass künftig Munition im Überfluss vorhanden sei. Der Krieg läuft seit Ende Februar und hat die Öl- und Benzinpreise weltweit steigen lassen, was Trump laut Handelsblatt auch innenpolitisch zusetzt: Seine Zustimmungswerte fielen laut einer Reuters/Ipsos-Umfrage auf den niedrigsten Stand seiner politischen Karriere. Vertreter der Islamischen Republik verfolgten seine Äußerungen im Plenum regungslos.

KI-Risiken als Lüge erklärt

Überraschender als die Iran-Rhetorik war Trumps Abrechnung mit der KI-Debatte. Sorgen über Risiken durch Künstliche Intelligenz bezeichnete er als Lüge, wie Handelsblatt berichtet. Zusätzlich kündigte er an, den Begriff „Artificial Intelligence“ solle es in US-Regierungsdokumenten künftig nicht mehr geben; stattdessen solle von „Super Intelligence“ die Rede sein, weil das Wort „artificial“ Intelligenz „fake“ klingen lasse. Die USA lehnten zudem ein globales Kontrollsystem für KI ab, wollten aber „Superintelligenz“ selbst vorantreiben und notfalls über Strafverfolgungsbehörden eingreifen.

Damit widerspricht Trump direkt jenem Sicherheitsdiskurs, den Unternehmen wie OpenAI oder Anthropic seit Jahren selbst befeuern, wenn sie vor Kontrollverlust bei fortgeschrittenen KI-Systemen warnen. UN-Generalsekretär António Guterres forderte in seiner Abschiedsrede das Gegenteil: einen multilateralen Rahmen mit unabhängiger Aufsicht für KI-Risiken. Gefahr entstehe nicht durch Technologie allein, sondern durch Technologie ohne Rechenschaftspflicht, warnte er laut Recherchen. Guterres, der nach zwei Amtszeiten und rund zehn Jahren im Amt aus den Vereinten Nationen ausscheidet, wurde für seine Abschiedsrede mit stehendem Applaus verabschiedet.

Martin Wald

Tech & Security

Martin Wald analysiert die Schnittstelle zwischen Geld, Macht und Alltag. Seine Themen reichen von Rente, Sozialstaat und Gesundheit bis zu Wirtschaft, Märkten und technologischen Umbrüchen. Er zerlegt politische Entscheidungen, Urteile und Trends auf ihre ökonomischen Folgen und macht sichtbar, wer gewinnt, wer verliert und wo Risiken liegen. Der Blick ist pragmatisch, pointiert und nutzenorientiert. Keine Wohlfühltexte, sondern Einordnung für Menschen, die verstehen wollen, wie Systeme funktionieren und was das für ihre Entscheidungen bedeutet.